Kassenpatienten mit Zusatzversicherung

Zusatzversicherte Kassenpatienten (18 % meiner Patienten):

Manche Kassenpatienten haben eine Zusatzversicherung zur gesetzlichen Versicherung abgeschlossen. Hier sind die sogenannten "Hufeland"-Verfahren versichert - ein sehr alte Liste alternativer Verfahren - oder eine vollständige Aufstockung zum Privatpatienten. Es gibt ein Wirrwarr von Verträgen.

Welchen Teil Ihre Versicherung trägt, können wir vor dem Beginn der Behandlung gemeinsam abschätzen.
Deshalb sollten Sie Ihren Vertrag bitte mit in die Praxis bringen.

Wichtig zu klären ist anhand Ihres Vertrages auch, ob Sie nur für Heilpraktiker-Behandlungen versichert sind.

Ich habe die Möglichkeit nicht nur nach der Gebührenordnung für Ärzte abzurechnen, sondern wenn notwendig auch nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker.

Wenn das Ihr Vertrag zu läßt, möchte ich eine Rechnung nach der ärztlichen Gebührenordnung stellen, was für Sie und mich vorteilhafter ist.

Deshalb sollte der Wortlaut Ihres Vertrages vor der Therapie oder vor dem Stellen der Rechnung nachgeschaut werden. So muss ich nachher nicht eine erneute Ausfertigung machen und es können weitere Probleme vermieden werden.

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"Heilpraktiker-Versicherungen" sind oft nur Mogel-Packungen: nicht nur, dass sie Ärzte ausschließen , die Homöopathie, Akupunktur, etc. anwenden, sondern die minimal ausgezahlten Beträge, die dem Patienten überwiesen werden, stehen in keinem Verhältnis zu üblichen Leistungen. Verzichten Sie lieber auf diese Art von "Versicherung", die nur Verdruss und Verwirrung bringt oder nehmen Sie eine der Barmenia etwa, die den Arzt nicht ausschließt oder verzichten Sie am besten ganz auf unnötige Versicherungen.

In vertraulichen Gesprächen mit PKV-Vertretern wurde dem Zentralverband homöopathischer Ärzte von einer internen, sprich geheimen Übereinkunft der PKV-Unternehmen berichtet, nur noch die Ziffern 30 und 31 (Homöopathie), NICHT aber die normalen Beratungsleistungen erstatten zu wollen, wie eine kurze medizinische Beratung, auch das "Telefonat /kurze Beratung"(Ziffer 3 der ärztlichen Gebührenordnung), und auch keine Untersuchungsleistungen, wie eine kurze körperliche Untersuchung.

Damit wird zum Beispiel die körperliche Untersuchung dem Patienten einfach gestohlen. Er bleibt auf diesem Teil der Rechnung sitzen und macht vielleicht sogar seinen Arzt dafür verantwortlich, verläßt unter Umständen die fortlaufende Therapie, wodurch die Kranke Kasse noch mehr Gewinn macht.

Ich rate von einem Neu-Abschluß einer Zusatzversicherung seitdem ab. Das Preisleistungsverhältnis, das Ausmaß der Bürokratie und die fehlende Transparenz sind seit dem noch schlechter geworden.

Aktuelle Erfahrungen mit der Hanse Merkur und der Debeka bestätigen diese neue Betrugsmasche Leistungen, die der Patient mit seinen Beiträgen bereits finanziert hat vorzuenthalten. Hier wurde unser ärztlicher Berufsverband von betroffenen Patienten und ihren Ärzten um Unterstützung gebeten.

ZUSAMMENFASSEND: eine Zusatzversicherung lohnt sich nicht mehr - sparen Sie Ihr Geld für eine echte Behandlung!

Zuerst benutzt man die Ärzte als Werber für diese Versicherungsform, dann kassiert man ab.

Noch letzte Woche (April 2014) habe ich Flyer mit Vergleichen der besten Zusatzversicherungen ausgelegt, diese landen jetzt im Müll.

Bürokratien verursachen bis zu 20 % der Kosten - so eine Untersuchung. Sie haben zudem einen den Wettbewerb verzerrenden Effekt.

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Einseitig gestrichene Leistungen:

In eindeutigen Leistungsfällen, wie oft auch bei einer Berufsunfähigkeit der Fall, weigern sich die Kassen dann öfter hartnäckig zu zahlen.
Hierzu haben sie genug willfährige Gutachter (und Gesetzgeber) an der Hand. Auch Ärzte erleben so ihr "blaues" Wunder.

Der Durchschnittsdeutsche hat dennoch 8 Versicherungspolicen, ...