Anti-Entzündliches Essen

Wie für alle sekundären Pflanzenstoffe gilt für Antioxidantien (Vitamine A, C, E, Kofaktor Selen, ... Polyphenole ) auch -
sie sind Mannschafts - Player,
das heißt sie wirken am besten im Zusammenspiel mit den anderen natürlichen Inhaltsstoffen, -
so wie sie in guten "Lebens"mitteln zusammen vorkommen:

Vitamin C, Ascorbinsäure: in Obst und Gemüse, vor allem: Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel; Sanddorn, Hagebutte, Kiwi, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte
Vitamin C ist wasserlöslich und hitzeempfindlich, Gemüse also nur kurz dämpfen !
Vitamin E: Pflanzenöle, vor allem: Weizenkeimöl, welches nur für die kalte Küche zu nutzen ist, da es hitzeempfindliche Fettsäuren enthält.
Bitte kein Sonnenblumenöl, da dieses durch den sehr hohen Gehalt an Omega 6 Fettsäuren entzündungsfördernd ist.
rotes Palmöl, Olivenöl
Polyphenole: Resveratrol, Flavonoide (Prof. Klotz: "Flavonoide helfen" )(sind in Gemüsen) , rotes/blaues/violettes Obst und Gemüse wie Beeren, Pflaumen, Kirschen, Äpfel, Granatäpfel; Oliven(öl), Soja;
Getränke wie Kakao,
bitte keinen Rotwein, da Alkohol stark entzündungsfördernd ist: noch 4 Wochen nach starkem Genuss im CRP messbar!
Viele Gewürze wie Zimt, Oregano, ...
Heilpflanzen wie Kamille, Arnika, Ginkgo, ... die ich Ihnen aber individuell verordne, da sie nicht zur Ernährung gehören und Drogen sind (Heildrogen, Genussdrogen oder Rauschdrogen) - lassen Sie sich nicht zur Selbstmedikation verleiten. Es werden schon Milliarden genug jedes Jahr damit verdient.
Diese Antioxidantien kommen besonders in den Randschichten und Blättern von Pflanzen vor.
Carotinoide (Vitamin A): Lycopin, Beta-Carotin in Karotten, ... reife Tomaten enthalten viel Lycopin, Dosentomaten (sehr reif gepflückt, müssen sie wegen der Haltbarkeit sofort konserviert werden: in der Dose) und Tomatenmark noch wesentlich mehr.

Weitere Entzündungshemmer:
Omega
-3-Fettsäuren: ALA --> DHA, EPA in Leinöl, Chia-Öl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl nativ; Leinsamen, Walnüsse; fetter Seefisch wie Lachs, Hering, Makrele, Sardine, Thunfisch ... nicht in Sonnenblumenöl, sondern im "eigenen Aufguss" kaufen. Es kommt auf den hohen DHA Gehalt an, denn im Gehirn und in der Netzhaut liegt der Anteil dieser Omega3 Fettsäure bei 95% .
+ Omega 3 DHA 1x täglich
Oder: Omega3 Öl der "neuen Generation" - ein bestimmtes Krill Öl (ORAC-Wert 300fach wie Vitamin E und 48 mal höher als herkömmliches Omega3 Fischöl ! Oder besser Kapseln mit dem was die Fische essen, um zu den Omega 3 zu kommen:
Auch
Krill Öl ist nicht gleich Krill Öl. Durch ein patentiertes Spezialverfahren gewonnenes Omega3 Öl erhielt als erstes die offizielle Zulassung der europäischen Union als Lebensmittelzutat bzw. für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln. Es unterscheidet sich erheblich in der Zusammensetzung. Alle klinischen Wirksamkeitsstudien basieren auf diesem Öl.
Cholesterin und andere schädliche Fette werden deutlich gesenkt.
Bei einer Entzündung ist der CRP-Wert im Labor erhöht. Aus diesem Grund steigen die Cholesterin-Werte als Gegensteuerung an, die kaum etwas mit der Nahrung zu tun haben.
Bei fast allen Laborbefunden, die mir Patienten mitbringen, ist bei einem erhöhten Cholesterin (LDL, HDL, Triglyceride) der CRP nicht mit bestimmt worden.
Bei dem von mir verschriebenem Präparat zeigen Studien, dass sich der CRP-Spiegel in einem Monat um 31% verringern kann.
Nach nur einer Woche reduzierte sich in einer Studie bei Arthritis und Rheuma die Entzündung um 20% (CRP), die Gelenksteife um 20%.
Bei Dysmenorrhoe und prämenstruellem Syndrom, PMS, unter welcher die meisten Frauen leiden, reduzierte sich in einer 3 monatigen klinischen Studie von 2002 die Reizbarkeit um 47%, Depression um 49%, Wassereinlagerungen um 37%, sowie ebenfalls Kopf-und Gelenkschmerzen, Brustspannungen, Gewichtszunahme, Übelkeit und Heißhunger.

Omega-3-reiche Pflanzenöle niemals erhitzen und rasch verbrauchen !

Curcumin /Kurkuma: Bestimmte Präparate sind 100fach besser aufnehmbar als normale geriebene Gelbwurz.
Curcumin ist auch im Currypulver und insbesondere schmerzlindernd bei Arthrose und hemmt Krebs.
Ich empfehle allerdings nur ein hochentwickeltes Präparat (die anderen sind nutzlos, manchmal aufgrund einer chemischen Extraktion sogar schädlich) für die Therapie von Infektneigung, Colitis ulcerosa, Reizdarm, chronischen Hautentzündungen (wie Neurodermitis und Schuppenflechte) und Arthrose und Arthritis, da bei diesen Anwendungen die Studienlage inzwischen sehr gut ist. (Auch für die Prävention von Diabetes)
Ein Präparat mit Kurkuma in Mizellform ist sogar 184 mal bioverfügbarer als gewöhnliches Kurkuma.
Bei einer Arthrose-Studie verbesserten sich im Vergleich mit Ibuprofen innerhalb von 4 Wochen Schmerz, Alltagssteifigkeit und Aktivität gleich gut, jedoch ohne die Magen-Darmbeschwerden von Ibuprofen.
In einer rheumatoiden Arthritis-Studie verbesserten sich im Vergleich mit Diclofenac Schwellung und Schmerzhaftigkeit der Gelenke, auch die Blutsenkung. Die CRP (Entzündung) war nur unter Kurkuma verbessert. Insgesamt war die Curcumin-Gruppe in der 8-wöchigen Studie der Diclofenac-Gruppe überlegen.
Die chinesische Medizin erwähnt noch die Anwendung bei Akne, Blutergüssen, chronischen Entzündungen, Lebererkrankungen, Gelbsucht, Krämpfe, Krebserkrankungen, ...
Kurkuma (Curcuma longa) wird in der ayuverdischen Medizin für Leber- und Gallenstörungen genutzt.
Bei rheumatische Arthritis, M. Crohn (TH1), Colitis ulcerosa (TH2), Reizdarm, ...
Die in Gewürzen vorkommenden Menge reicht nicht. Als Supplement sollte es mit anderen Stoffen kombiniert werden (wird sonst schnell ausgeschieden): Piperin (Pfeffer) sorgt für eine längere Aktivität.
Bis zu 8 Gramm Kurkumin scheinen sicher (Manche Hashimotos vertragen Piperin nicht)

Capsaicin oder Chili: Wirkt durchblutungsfördernd

Monoterpene in ätherischen Ölen beispielsweise von schwarzem Pfeffer, Baldrian, Salbei, Pfefferminze, ...
Viele ätherische Öle wirken auch antibakteriell und antiviral

Sulfide: Knoblauch und Zwiebeln wirken auch antibakteriell:
Schwefelhaltige Aminosäuren sollten in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden: Methionin und Cystein in Broccoli, Rosenkohl, Spinat, Erbsen..., sowie die Aminosäuren Glycin und Glutamin (in Hülsenfrüchten, Eiern, Sonnenblumenkernen, Milchprodukten, Fisch, Lamm, Geflügel...)
Der Körper kann daraus und mit Hilfe des Vitamin B6 sein wichtigstes Eigen - Anti - oxidans, das Glutathion herstellen. Dieses vermag u.a. die Giftwirkungen der Schwermetalle, wie Blei, Cadmium und Quecksilber zu verringern.
Im Krankheitsfall als Präparat. Nur bestimmte MSM- Präparate sind wirklich wirksam.
(
von einem bestimmten Hersteller mit hoher biologischer Aktivität, sauber extrahiert, ohne Lösungsmittel)
ist als Schwefelverbindung (Methylsulfonylmethan) deshalb auch ein Multitalent: bei Schmerzen, Schwellung, für Durchblutung, Gelenke und Knorpel, Nerven, Magen, Darm, Blase, Immunsystem, Bindegewebe, Akne, den meisten Entzündungen, Allergien ....
Die Wirkung setzt langsam ein.
Dieser Hersteller destilliert es schonend aus Mais, Raps oder Leinsamen, nicht wie andere, die MSM künstlich.
Ein Messlöffel (1 Gramm ) kostet nur 6 Cent am Tag. Die praktischen Kapseln sind teurer.

Weihrauchextrakt (Boswellia serrata Baumharz) wurde schon im Ayurveda gegen Entzündungen eingesetzt. Die Bosweliasäuren hemmen Leukotriene. (Lunge, Darm, Gelenke, Allgemein).
Nur ein bestimmter Spezialextrakt wird vom Körper gut aufgenommen und hat den nötigen Gehalt bestimmter Öle. Weiteres in der Praxis. Das gleiche gilt auch für Krill/Omega3 und Curcumin.

Ingwer: 2 Gramm roh oder erhitzt reduzieren laut einer handwerklich guten Studie ihren Schmerzmittelkonsum um 20-30 Prozent.
Ingwer wirkt außerdem antibakteriell und ist gut gegen Verschleimung.
Er steigert den Stoffwechsel und läßt sie damit abnehmen.
Er gibt ihnen Energie und wird auch gegen Übelkeit mit Erfolg eingesetzt ("Ingwer Reise- und Lutschtabletten").
Ich nehme jeden morgen beim Frühstück ein Stück einer Knolle (1x1 cm) kurz im Backenzahnbereich gekaut und dann mit Tee verschluckt zu mir. Lagern im Kühlschrank.

Pilze wirken entzündungshemmend (Champignons, ...)

Unterstützend bei der Heilung wirken die Mineralstoffe Magnesium (u. a. in Sonnenblumenkernen, Mandeln, Sesam, Spinat, Kartoffeln, Beerenobst, Bananen, Vollkornreis, Hirse, Sojaprodukten, Leber, Geflügel, Lachs) und

Zink
(u. a. in Vollkorngetreide, Kürbiskernen, Sojaprodukten, Linsen).

Eine (reife) Ananas enthält beispielsweise nicht nur die Vitamine A, B, C und E, sondern auch noch Hunderte andere aktive Inhaltsstoffe wie Bromelain und die finden sich nicht in einer Vitamintablette.

Weitere Vitalstoffe:
Salvestrole
wurden aus unseren Nahrungsmitteln leider rausgezüchtet, damit kein bisschen bittere Bestandteile enthalten sind.
Sie haben uns früher aber gegen Krebs und andere Oxydationsprozesse geschützt.
Nun können wir entweder alte Sorten anpflanzen / kaufen oder Präparate bestellen und steigern die 2 mg wieder auf 10 mg täglich.

Forschungen an MCP wurden vor vier Jahren eingestellt. Der Grund: Es handelt sich um natürliche Substanzen, und die lassen sich nach neueren Gerichtsurteilen nicht mehr patentieren. Doch ohne Patent kann die Pharmaindustrie daran nichts verdienen. MCP schützt vor Krebs.

Ein fortschrittliches Präparat enthält Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Hyaluronsäure und Kollagen Typ II aus natürlichen Quellen.
Normalerweise erhalten Sie nur synthetische Stoffe mit geringerer biologischen Aktivität: erhitzt und denaturiert sowie hydrolisiert, welche daher nicht mehr so gut vor Antikörpern schützten.

Mir ist nur ein einziges Antioxidans bekannt, welches die Blut -Retina -Schranke überwinden kann und dabei hilft die meisten Augenerkrankungen zu verhindern. Fragen Sie mich !
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Entzündungsfördernd sind:

Im Gegensatz zu den entzündungshemmenden Omega 3 Fettsäuren, sind Omega 6 Fettsäuren entzündungs-fördernd : Wir nehmen alle viel zu viel Sonnenblumenöl (die Kerne sind ok), Distelöl, Maiskeimöl oder gehärtete Pflanzenöle zu uns.

Und zu viel raffinierte Kohlehydrate.

-- > Arachidonsäure (Arthritis, Krebs, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen, Alzheimer, entzündliche Darmerkrankungen, Osteoporose, ... )

Bekanntermaßen ist die Arachidonsäure zentral am Entzündungsgeschehen beteiligt.
Laut Prof. Olaf Adam ist das auch bei Rheuma entscheidend.
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Dr. Glaeske: "Purin (im Fleisch) fördert Entzündungen".

Die "Ernährungsdocs", NDR: "Schweinefleisch ist entzündungsfördernd !"

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