Rockefeller und Carnegie

John D. Rockefeller, Senior: "die Homöopathie ist eine offensive und fortschrittliche Entwicklung in der Medizin"
Seine Familie und "alle Standard Oil-Familien" wurden homöopathisch behandelt.(Kirschmann 2004).


Ab 1902 stiftete der damals reichste Mann der Welt an Einrichtungen und sagte das Geld (insgesamt 550 Millionen Dollar) sollte homöopathischen Institutionen zu Gute kommen. Praktisch floss nichts in diese Richtung, denn er verwaltete das Geld nicht selbst und lebte sehr zurückgezogen.

Seinem Stab sagte er: "Ich bin ein Freund der Homöopathie. Ich wünsche, dass die Homöopathie Anhänger von allen medizinischen Institutionen, die wir fördern, fair, höflich und liberal behandelt werden".

Er warnte seinen Sohn: "Die homöopathische Lehre sollte nicht ausgeschlossen sein; sie soll genauso bedacht werden wie die Allopathie" (Brown)

Der Verwalter Gates und Rockefeller Junior hatten jedoch andere Pläne, denn sie hielten nichts von der Homöopathie, bezeichneten Hahnemann sogar als "vollkommen irre", obwohl dieser ein zentrales Lehrbuch für Chemie geschrieben hatte und zahlreiche Mitglieder der deutschen Aristokratie in seine Praxis kamen.
Nachdem der Senior den Verwalter Gates - ein Baptist wie er - angeheuert hatte hörten die Zuwendungen an Homöopathen auf.
Als der Senior seinen Anwalt die Lage prüfen ließ, wurde dieser mit Lügen abgespeist: "Wir setzen uns mit den verschiedenen homöopathischen Schulen zusammen, ... "

Mit der Carnegie-Stiftung (Carnegie Steel wurde zu US Steel) verhielt es sich ähnlich.
Der zweitreichste Mann der USA war zuerst ein Fürsprecher der Homöopathie, unter anderem weil er Nachbar der Familie Pitcairn war (siehe unten). Er war 75 Jahre alt, als seine Nachfahren den Flexner-Report der Schulmedizin herausbrachten und die Homöopathie nachhaltig beschädigten:
Die AMA (Schulmediziner; "Ärztekammer") waren zu Beratern der Stiftung gemacht worden und hatten eine starke Abneigung gegen jeden Konkurrenten (Homöopathen, Chiropraktiker, Osteopathen, Naturheilkundler) und waren der Meinung es gäbe genug Ärzte.
Wenn man diese Konkurrenz aus dem Weg räumen konnte, würde die Nachfrage nach Schulmedizinern steigen, und diese hätten endlich ein besseres Auskommen. Das hatten sie zu dieser Zeit im Gegensatz zu den Homöopathen nicht.

Gleichzeitig störten sie (AMA und Carnegie-stiftung) sich an den Fakultäten für Medizinerinnen. Frauen sollten besser Patientinnen sein als Ärztinnen.
Über geheime Absprachen koordinierten sie sich und beeindruckten so optimal die Öffentlichkeit.(Roberts 1986).
Sir William Osler, John Hopkins Uni, stellte zum Flexner (Report von Carnegie /AMA) 1911 fest: "... sehr wenig von Medizin versteht"(Chesney 1963).
Die weiteren Kritiken aus berufenem Mund waren vielfältig, aber Macht und Geld ließ den Report verbunden mit einer aggressiven Öffentlichkeitsarbeit alles niederwalzen:
Alle Colleges für Frauenausbildung wurden (bis auf eins) geschlossen, ebenso fünf der sieben Ausbildungsinstitute für Schwarze, die Institute für Naturheilkunde, Chiropraktik, Kräuterheilkunde, alle homöopathischen Fakultäten mussten ihren Lehrplan wie es Flexner gerade wünschte umstellen. Durch Bestimmungen der AMA und ihrem neuen unfairen Ranking lehrten homöopathische Colleges nur noch in 8% Ihrer Kurse Homöopathie.
So gab es bald nur noch zweitklassige Homöopathen und die große Zeit der Homöopathie war bald vorbei. 1950 wurden die letzten Colleges und Krankenhäuser geschlossen.
Mit dem Geld der Stifter wurde der Homöopathie in den USA letztlich also das Ende bereitet. Konkurrierende Krankenhäuser wurden mit massiven Fördergeldern gegründet und die homöopathischen Häuser zuletzt als unhygienisch geschlossen.

Es gab nun weniger, dafür aber reichere Ärzte, fast alles nur Schulmediziner - die "goldene" Zeit, wie manche älteren Ärzte heute noch schwärmen.

Etwas Ähnliches geschah der Homöopathie um das Jahr 2004: die Ausbildung wurde halbiert (Beschluss des Bundesärztetages zu Zusatzbezeichnungen) und den Zusatz Homöopathie dürfen Ärzte ohne Facharztausbildung nicht neu erwerben: oft Frauen, die nach dem langen Studium in Deutschland manchmal nach ihrer Mutterschaft nur "praktische Ärzte" wurden und auf eine Karriere im Krankenhaus verzichteten und rein homöopathisch, privatärztlich arbeiteten und das skandalöserweise langfristig mit Erfolg. Das wird es nun nach und nach nicht mehr geben.
Dieser Wegfall von "Ärzten für Homöopathie" , wie sie sich oft nannten wird sich schleichend auswirken, unmerklich. Der Ministerin Ulla Schmidt wurde das als Stärkung der Fachärzte verkauft.
Sogar manche Fachärzte dürfen heute den Zusatz Homöopathie nicht mehr erwerben. Eine Prüfung vor der Ärztekammer ist auch diesen nicht mehr möglich.
Dafür wurde massiv für Homöopathie durch Kassenärzte geworben, die das oft nur im "Vorbeigehen" ausüben können oder wollen. Inzwischen sind 50% der gesetzlichen Kassenpatienten in so einer "Gesundheits"kasse (2013).
Aber sogar das ist den "Sprechern für Gesundheit" der beiden "großen Volksparteien" ein Dorn im Auge.
Jens Spahn und sein Kollege von der SPD wollen die Homöopathie verbieten.

Aber zurück zum Geld von Carnegie: 180 Millionen Dollar wurden bis 1930 ausgegeben, um den Flexner-Report zur maximalen Akzeptanz zu bringen, die Förderpraxis brachte Homöopathie und Naturheilkunde zum Niedergang.
Und das Geld des "reichsten Mannes der Welt" (Rockefeller, Senior)? Die Topmanager von Gates/Rockefeller, Junior waren gezielt wegen ihrer antihomöopathischen Einstellung ausgewählt worden. Das Geld von Rockefeller Senior für das Cleveland Homeopathic Hospital war das letzte, welches die Homöopathen sahen. Schon im Studium gab es von nun an zu 100 % nur Schulmedizin, wie heute. Studenten, die Interesse an Homöopathie bekundeten flogen hinaus - wie in Europa. Dank Gates und Rockefeller Junior - mit dem Geld des Homöopathie-Spenders Rockefeller Senior !

Die noch bestehenden homöopathischen Universitäten und Krankenhäuser wurden gezwungen schulmedizinische Geräte anzuschaffen (wie heute in einer Kassenpraxis) - auch wenn sie keine Verwendung dafür hatten. Bei der Anschaffung wurden aber nur die streng schulmedizinischen Einrichtungen von Rockefeller oder Carnegie gefördert. Sogar wenn nur am Rande, auch nur scheinbar, alternative Medizin angeboten wurde, konnte das zu einem Aus führen.
Die Vereinigung der amerikanische Colleges hatte vor dem Flexner-Report noch anerkannt, dass die homöopathischen Colleges genauso gut die Medizin ausbildeteten, sodass dies eine Weiterbildung an einem schulmedizinischen Institut berechtigte.

An der medizinischen Fakultät der Uni Witten-Herdecke in unserer Zeit bestanden die Mediziner jedes Jahr ihre Examina als Beste medizinische Fakultät in Deutschland. Bundesweit wurde der gleiche Multiple-Choice-Test geschrieben und Examensergebnisse wiesen diese Fakultät konkret als die Beste aus.
Dennoch wollte der neu gewählte CDU- Ministerpräsident am ersten Tag nach seiner Amtseinführung diese einzige alternativ-medizinische Fakultät in Deutschland schließen - was dann nicht gelang, da er nicht zuständig war. Die Professoren schütten heute noch den Kopf, wenn ich sie darauf anspreche.
2009 etwa hat man die deutschlandweiten Examina dafür abgeschafft. So wird dieser peinliche bundesweite Vergleich nicht mehr möglich und jeder Examensprüfer kann Studenten durchfallen lassen, die ihm nicht genehm sind - wie in den 50er und 60er Jahren. Wie zum Beispiel Mediziner, die schon vor dem Studium "geheilpraktikert" haben. Ich musste mich noch Sätze anhören, wie "warum muss ein Arbeiterkind überhaupt studieren?". Oder warum trotzdem alle Kreuze an den richtigen Stellen keine Punkte vergeben worden waren, ....
Ohne die Studenten selbst wäre dieser Weg zurück in die Vergangenheit unfairer Prüfungen übrigens nicht möglich gewesen. So macht sich fehlendes Bewusstsein für die Errungenschaften der 68er Generation bemerkbar.

Wieder 100 Jahre zurück, in den USA: Bei der jährlichen Veröffentlichung der Examensergebnisse, bei der peinlicherweise herauskam, dass die Absolventen homöopathischer Institutionen beim Staatsexaminen seltener durchfielen als die Kandidaten konventioneller Fakultäten, lag der Unterschied bei 9 versus 16% und Bosten 3 versus Harvard 12 %. (D. Ullmann)
Rockefeller Senior wurde einmal gefragt, ob er Medizin studiert habe. "Das nicht antwortete er, aber ich habe Ärzte studiert". Deshalb ging er wohl zu Homöopathen.
Leider hat sich sein riesiges Vermögen - er war unter anderem Erdöl-Monopolist - durch seinen Erben gegen die Homöopathie gewendet. Für den Senior war die Homöopathie ein "fortschrittlicher, progressiver und aggressiver Schritt" in der Medizin.
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Warum bleibt die Unterstützung für die Homöopathie in unseren Tagen so schwach?
Das liegt auch an der Macht schulmedizinischer Institutionen heute und den heimtückischen Angriffen ihrer Mitglieder auf die Homöopathie - Kreuzzug gegen "unwissenschaftliche" Anhänger der Homöopathie. Der Autor, der für die Stiftung Warentest ein Anti-Homöopathie-Buch baute, gehörte dem Verein gegen "Homöopathie, Astrologie und UFOs" an. Das Buch hatte großen Erfolg bei der Diskreditierung der Homöopathie - die Praxen waren leer, Patienten sagten ab. Der Kassenschlager musste, nachdem das Gericht lauter Lügen feststellte, aus dem Handel genommen und in den Reißwolf werden.

Ihre Taktiken werden immer effektiver: virales Marketing ; negativ compaigning - Personen werden diskreditiert; verdecktes koordiniertes Agieren;
oder: kurz nach dem Erscheinen einer Pro-Homöopathie-Studie, die mehrere Jahre Arbeit zusammenfasst, erscheint "zufällig" eine schnell zusammen gezimmerte anderslautende Studie, die überall veröffentlicht wird - Medienmacht von Pharmakonzernen ...

In den USA bestand die Ärztekammer, die AMA, aus Simmons und Fishbein, die Historiker als die "medizinischen Mussolinis" (Beale 1939) bezeichneten. 25 Jahre prägte Simmons die AMA und wandelte sie von wenig machtvoll mit wenig Geld ins Gegenteil, indem er bestimmte Arzneimittelhersteller ins Spiel brachte, Gütesiegel ganz ohne Tests (Ausubel 2000) vergab und so den Erlös vervierfachte und die Mitgliederzahl verneunfachte.

Als Abbot Biologicals die AMA nicht mehr schmieren wollte, veranlasste Abbot eine Überprüfung des Ärztekammer-Präsidenten. Diese konnte beweisen Simmons hatte gar keine Zeugnisse, die glaubwürdig waren, hatte jahrelang vorwiegend Abtreibungen durchgeführt, ihm waren mehrfach sexuelle Belästigungen vorgeworfen worden, sowie mangelnde ärztliche Sorgfalt mit Todesfolge, den Doktorgrad hatte er durch ein paar Tage Kursbesuch erhalten und sich nie einer offiziellen Prüfung unterzogen.
Ein angesehener Urologe deckte zudem auf, dass Simmons in den Monaten der Ausbildung in Chicago in jeder Woche im 500 Meilen entfernten Nebraskar Totenscheine und Rezepte geschrieben hatte (Lydston 1909). Simmons behauptete er habe ein Diplom einer bestimmten Klinik. Diese hatte aber nie Diplome ausgestellt, er hatte auch nicht jahrelang in den Häusern Wiens und Londons gearbeitet und hatte sich selbst zum mehrfachen Facharzt erklärt. Mit Nebraskar konfrontiert meinte er, das sei nicht unethisch.

Er war jahrzehntelang DER Bekämpfer von Quacksalberei und Homöopathie in den USA, ...

Als er sich offen für eine Geliebte bekannte, versuchte er seine Frau aus dem Weg zu räumen, was damals zu Hochzeiten der Schulmedizin gerne mit einer Einweisung der Ehefrau in die Irrenanstalt erreicht wurde.
Simmons setzte seine Frau unter starke Drogen und versuchte ihr einzureden sie sei wahnsinnig. Der Prozess inspirierte Filmemacher (das Haus der Lady Alquist, mit Ingrid Bergman).
Heute gibt es eine bekannte Parallele zu Gustl Mollath, dessen Frau nun endlich vor Gericht steht - sie hatte ihrem Mann der ihre kriminellen Verstrickungen mit Politik und Wirtschaft nicht mehr mitmachen wollte gedroht ihn durch ihre Beziehungen einweisen zu lassen und hatte damit in Bayern mit ihrer Freundschaft zur CSU-Ministerin, einem Richtern und "Gutachtern" lange Erfolg gehabt.
Die entscheidende CSU-Ministerin erhielt nach der Wiederwahl ein neues schönes Ministerium, wo sie weiter nach Gutherrenart feudal herrschen kann.

Aber was Mitarbeiter aus diversen CDU-Ministerien über ihre Chefs so verraten, .....

Der Medizinsoziologe Paul Starr schreibt in seinem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Buch: "Der AMA-Ausschuss wurde zur nationalen Akkreditierungsstelle für medizinische Fakultäten, denn immer mehr Staaten übernahmen seine Kriterien für inakzeptable Institutionen"

Und: "Obwohl nie ein gesetzliches Gremium berufen wurde, hatten die Entscheidungen des AMA-Ausschusses für die Medizinerausbildung mit der Zeit quasi Gesetzeskraft".
Selbst der Leiter der Carnegie-Stiftung sah die Macht des AMA-Ausschusses "etwa so wie Dr. Frankenstein seine eigene Schöpfung"(Brown 1974).
Es gab bald nur noch Ärzte, die außer in Operationen keinen weitern Sinn in der Medizin sahen.
So waren selbst die großen homöopathischen Colleges/Universitäten irgendwann gezwungen keine Homöopathie mehr zu lehren, denn alleine schon, dass die Homöopathie Bestandteil der Ausbildung war, brachte sie im neuen Ranking der AMA nach unten. Schon ein B-Ranking konnte heißen, der Arzt durfte in bestimmten Staaten nicht arbeiten. (Roberts 1938)

1924 - 3 Jahre später - wurde es noch schärfer: eine neue Abteilung, genannt "Propaganda-Abteilung", die gezielt Angriffe gegen jeden unkonventionellen Therapeuten - ob Doktor oder nicht - und jede unkonventionelle Richtung ausübte. Da Simmons nun endlich wegen der vielen Skandale um seine Person aus dem Amt scheiden musste, stellte er Morris Fishbein ein, nahm alle Akten mit oder verbrannte sie (Fishbein 1969).

Fishbein verstand sich gut mit Öffentlichkeitsarbeit und den Medien. Auch nur scheinbare unkonventionelle Therapieansätze wurden verhindert. Auch das Bestreben konventioneller (schulmedizinischer Ärzte) ein Krankenversicherungssystem zu gründen (wie heute die Gegner von Obama). Ärzte, die sich darauf einließen Vertragsärzte von Versicherungen zu werden wurde sofort ausgeschlossen und verloren jeden beruflichen Einfluss.
Ganze Ärzte-Belegschaften wurden ausgeschlossen.

Fishbein war ein beredter Kritiker unkonventioneller Behandlungen, hatte aber nie praktiziert. (Wie der Sprecher der SPD, für Gesundheit, Lauterbach)
"Chiropraktik ist eine bösartige Geschwulst", Osteopathie und Homöopathie sind "Kulte" - jedenfalls alles Quacksalber.
Dabei war im Gegenteil der Großteil der damaligen Schul-Medizin gefährlich. Seine Zeitungskolumne ging an 200 Zeitungen, seine scharfzüngigen Attacken gegen Homöopathen, Osteopathen und Kräuterheilkundler konnte er über eine wöchentliche Radiosendung der Millionen Amerikaner lauschten verbreiten. Sogar radioaktive Substanzen konnten so als Heilmittel der "modernen" Schulmedizin angepriesen werden.

Nur wenige Bücher erwähnen seinen Einfluss oder seine fragwürdigen Taktiken. The "Time" bezeichnete ihn 1937 als den "universellsten, meist geschmähten und vielleicht einflussreichsten Medikus der Nation".
Dieser "Medicus" hatte allerdings nie praktiziert.
Einmal von Fishbein ins Nichts oder die Illegalität gestoßen wurden viele neue Methoden für ihre Erfinder wertlos. Nun versuchte Fishbein perfider weise die Rechte daran zu erwerben. Darüber gibt es viele Geschichten. Oder sobald der Entwickler sich weigerte, wurde er oder die Methode von Fishbein als Quacksalberei gebrandmarkt. War dieser ein Arzt, setzte er ihn auf die Quacksalberliste der AMA. Wurde deshalb Wilhelm Reich in die Psychiatrie eingeliefert, wo er starb? War der Entwickler eines Gerätes kein Arzt wurde er normalerweise verhaftet, ob er die Ausübung der Heilkunde nun schon unberechtigt ausgeführt hatte oder nicht und sein Produkt /Gerät beschlagnahmt.
Wegen dieser zahlreichen Geschichten der Bereicherung kam nun schon 1937 Fishbein und die AMA vor Gericht und wurden überführt. Seine zahlreichen Ratgeberbücher für Laien gingen aber weiter weg wie "geschnitten Brot".
Da kommt mir Monsanto und die Versuche in den Sinn, alle Rechte zur Schweinezucht und schon geschehen bei vielen Kulturpflanzen für sich zu monopolisieren.

Dennoch konnte Fishbein sich selbst über die Maßen auch weiterhin bereichern: er und die AMA (Schulmediziner) profitierten nun von Unbedenklichkeits - Bescheinigungen und Lebensmittel- und Tabakwerbung. Unter seiner Führung stiegen die Tabakunternehmen zum größten Werbeträger des Ärztejournals der AMA, JAMA.
Der Ärztekammer-Präsident verschaffte der Tabakindustrie akzeptable "wissenschaftliche" "Tests" der Unbedenklichkeit: "kein einziger Fall von Rachenreizungen durch das Rauchen von Camel" , "Ärzte rauchen am liebsten Camel", "was der Doktor verlangt " (L und M Zigaretten), "Camel für die gute Verdauung", .... . Die AMA verdiente alleine 1950 an Werbung - meist für Tabak - 9 Millionen Dollar.
Das erinnert mich an Merkel, die ein EU-Tabakwerbeverbot seit vielen Jahren verhindert - als letztem Land der EU.
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Gab es andere Gründe, weshalb homöopathische Krankenhäuser schließen mussten?

Die Geschichte des homöopathischen Krankenhauses in Cleveland:
ein Chirurg für die Arbeiter der Eisenbahngewerkschaft, der Homöopath Dr. Beckwith, betrieb 1856 die Gründung und lud auch allopathische Ärzte ein dort zu arbeiten. Diese erklärten 1868 keine Homöopathen mehr in dem von Homöopathen gegründeten Krankenhaus wünschten. Daraufhin bauten diese ein neues Krankenhaus. Der Sohn des Gründers hielt die Allopathen für "engstirnig und unprofessionell" und wies darauf hin, dass diese die Klinik stahlen.
Die neue Klinik bot kostenlose Gesundheitsvorsorge und Pflege für Arme jeder Hautfarbe.

1928 wurde in Chicago ein ganzer Häuserblock für ein homöopathischen Krankenhaus gekauft - doch wie andere fiel es der Weltwirtschaftskrise zum Opfer.

1906 wurde ein neu gegründetes großes Krankenhaus in San Francisco beim großen Erdbeben zerstört.
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Anna Jeanes, Tochter eines erfolgreichen Werftbesitzers kam aus einer Familie von Homöopathen und Unterstützern der Homöopathie. Ihre Stiftung tat mehr für allgemeine Ausbildung Schwarzer als jede andere. Leider nahm auch hier die Rockefeller-Gesellschaft Einfluss und der entschiedene Gegner der Homöopathie Gates unterstützte nur konventionelle Krankenhäuser.
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Willliam Wrighley, der Kaugummimagnat war ein großer Fürsprecher, behandelt wurde er von Dr. Julia Clark Strawn. Er hätte gerne an homöopathische Colleges gespendet, wenn diese nicht schon gezwungen worden wären, so viel konventionelles Wissen zu lehren, dass die Homöopathie nicht richtig gelehrt werden konnte (Kirschmann 2004). So gabe es bald viele "Homöopathen", die ihre Patienten nach ihrer allopathischen Diagnose behandelten, pauschal mit "Leber-" oder "Nierenmitteln" beispielsweise. Diese sich unterscheidenden "Richtungen" irritierten die Öffentlichkeit noch mehr.
Einige "Homöopathen mischten Homöopathie grundsätzlich mit Allopathika.

(Heute schreiben viele Heilpraktiker oder Ärzte ohne Wissen der einfachsten Regeln der Homöopathie homöopathische Arzneimittel auf ein Rezept.
Einer meiner Lehrer, der jahrelang tausende irisdiagnostische Bilder mit uns durchging, bezeichnete die Homöopathie als das "schönste Hobby Deutschlands". Manch ein Friseur zieht abends den weißen Kittel eines Heilpraktikers an und schwingt wie "ein kleiner Arzt" die Spritze - dafür verlangt er einen symbolischen Lohn von 20 Euro die Stunde. Sein Patient geht danach zu einem Arzt für Homöopathie dem er dann vorwirft zu teuer zu sein, wenn dieser nach seiner für ihn bindenden Gebührenordnung abrechnet.)

Ein prominenter Zahnarzt aus Seattle, Dr. Hill, spendete 100.000 Dollar - das Testament wurde von den Erben erfolgreich angefochten (Bryant 1929).

In ihrem Buch "Woman in American Homoeopathy" beschreibt die Historikerin A.T. Kirschman die Geschichte von Mary Dennet, die vergeblich Spenden für die Homöopathie einwerben sollte. Einige dachten nur die "reine Ärzteorganisation" dürfe dies, andere dachten, sie seien frauenfeindlich. Dabei bestand der Vorstand paritätisch aus Frauen.

Mit dem Siegeszug des Aspirins (dessen Wirkprinzip erst 90 Jahre später beschrieben werden konnte) konnte die Schulmedizin scheinbar beweisen, dass sie Schmerzen nebenwirkungsfrei behandeln konnte. In den 20er Jahren kam Insulin, in den 40er Penizillin, ...

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