Vitamin K zusätzlich? Was macht Marcumar?

Patienten, die genug Gemüse essen haben genug Vitamin K.
Dennoch fragen auch diese Patienten immer wieder, ob Vitamin K zusätzlich notwendig ist.

Unter den Co-Faktoren (Hilfs-Faktoren) von Vitamin D3 ist nicht nur Magnesium, Calcium und Zink, sondern auch Vitamin K:
Pflanzen stellen Vitamin K1 (Phyllochinon) für die Photosynthese her.
Auch die Darmflora des Menschen bildet Vitamin K2 in bislang unklaren Mengen, benötigt dafür aber wiederum Phyllochinon.
Vitamin K2 (Menachinon) wird dagegen von Bakterien produziert.

Natürliche Quellen sind:
Brokkoli (175 Mikrogramm pro 100 Gramm), ... dann Blattgemüse, wie Salat, Kohl, Spinat, Schnittlauch, Kresse sowie manche Hülsenfrüchte, etwa Kichererbsen und Linsen.
Außerdem enthalten einige Öle, wie Soja- und Olivenöl, Rapsöl und Traubenkernöl geringe Mengen.

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Natürliches Vitamin K2 (MK7), mit Hilfe von Natto-Kulturen durch Fermentation gewonnen, Nährmedium Kichererbsen, ... rezeptiere ich ihnen gerne.
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Die Mayo Clinic in den USA kam 2010 mit Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit, denen zufolge Vitamin K das Risiko des sogenannten Non-Hodgkin-Lymphoms bemerkenswert senkt:
Die Gruppe mit der höchsten Aufnahme von Vitamin K hatte ein um 45 Prozent geringeres Risiko für diesen Blutkrebs als die Gruppe mit der geringsten regelmäßig aufgenommenen Menge.
Zu Risiken der Überdosierung bei bestimmten Patienten berate ich sie.

Vitamin K reguliert Calcium und ist gut gegen einen Überschuß an Calcium in den Arterien (besonders bei Patienten mit Calcium Mangel in den Knochen ==> Osteoporose).
Es sorgt also dafür, dass Calcium im Knochen eingelagert wird und nicht in den Gefäßen.

Mangel an K2 ---> Mangel an Osteocalcin --> kann Calcium nicht regulieren --> Calcium -Gehalt in Knochen und Zähnen vermindert ---> Calcium lagert sich in den Arterien ein.
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Warum Kombination D und K: https://www.vitaminexpress.org/de/vitamin-d-und-vitamin-k-kombinieren.

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Weshalb Gerinnungshemmer der Cumarin Gruppe (Marcumar) zur Arteriosklerose führen. (Vitamin K Antagonisten = Hemmer) ;
K2 kann Kalzifikation (Arteriosklerose) sogar umkehren (Uni Maastricht).

Ich habe in der Klinik schon viele Patienten auf Marcumar eingestellt.
Marcumar ist einer der Antagonisten von Vitamin K, nimmt es weg, macht das Blut dünner. Es sorgt aber langfristig dafür, dass das von Vitamin D in die Knochen eingebaute Calcium bei dem so künstlich erzeugten Mangel an Vitamin K falsch in die Gefäße eingelagert wird und ein Verkalkung, Verschlüsse, Herzinfarkte und Schlaganfälle macht. Deshalb wird jetzt da neue Präparate auf dem Markt sind Marcumar endlich verlassen. Wie viele Menschen verstarben vorzeitig?
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