Kleriker und spirituelle Führer

7 Päpste und zahlreiche Bischöfe und weitere Klerikale gehören dazu, sogar Papst Paul II und Mutter Teresa.
Manche wurden selbst Homöopathen.

Die russisch-orthodoxe Kirche ermunterte ihre Geistlichen die Behandlungsweise zu erlernen, ..... Rabbis und muslimische Geistliche erlernten sie ...

Jiddu Krishnamurty und viele andere spirituelle Führer gehören dazu.

1838 klagte der Präsident der Schulmediziner von New York: "Einige führende Unterstützer der Homöopathie und ähnlicher Täuschungen (Hypnose, Wassertherapie, ...) sind angesehene Kirchenmänner" (Coulter 1973).

Sowohl führende Muslims, Juden als auch Christen waren Homöopathen.

Schon vor Hahnemann war ja guten Beobachtern schon bekannt gewesen, dass Krankheitssymptome nicht nur darauf hinweisen, was mit dem Menschen allgemein nicht stimmt, sondern auch wie sich Körper und Geist gegen Belastungen, Gift oder Infektionen wehren. Es gab schon Therapien gegen Symptome und welche, die ganz andere, die Heilung anderweitig unterstützen konnten.

Dr. Necker, ehemaliger Arzt und Homöopath der napoleonischen Truppen und danach Homöopath des österreichischen Oberkommandierenden brachte die Homöopathie nach Italien, wo ihn die Königin von Neapel nach Rom schickte um ihre Schwester zu heilen.

Leo XII und Papst Pius VII waren der Homöopathie wohlgesonnen, besonders aber Papst Gregor XVI (Pitera 2001) bewunderte sie, auch wegen der Erfolge bei den Cholera-Epidemien. Gregor erteilte die notwendige Genehmigung dem Homöopathen Dr. Wahle, damit dieser im Vatikan praktizieren konnte. Der Papst wollte ein homöopathisches Krankenhaus einrichten, was Schulmediziner aus Bologna und Rom zu verhindern wussten (Negro 2006). Ein Homöopath, Dr. Centamori, der die Cholera erfolgreich bekämpft hatte, erhielt den höchst denkbaren Orden, das Großkreuz. 1842 heiratete er Charlotte Bonaparte, die Nichte Napoleons I.

1855 wurde der Homöopath Comte des Guidi mit dem Silvesterorden ausgezeichnet und 1862 erhielt Dr. Ozanam den Gregorius Orden.

In einer päpstlichen Bulle gestatte der Papst Priestern in Notfällen die Verabreichung homöopathischer Medikamente.

Papst Pius IX. wurde homöopathisch behandelt (Hunt 1863) und lobte öfter die Homöopathie und ihre Ärzte.
Dr. Charge wurde von ihm "zur Anerkennung seiner Dienste während der Cholera-Epidemie" (1849 bis 1851) ausgezeichnet (Hunt 1863). In den Dokumenten kann man nachlesen, dass Charge von 1662 Cholerafällen nur 2,9 % verlor, im Gegensatz zu den konventionellen Krankenhäusern, in denen 70 % verstarben.

1852 sprach Papst Pius IX. Dr. Tessier den Gregorius Orden zu. Dieser Schulmediziner hatte es als erster gewagt die Wirksamkeit von Homöopathie bei Cholera und Lungenentzündungen zu testen (Dean 2004) und hatte hierzu die Anwendung homöopathischer Potenzen erlernt. Die Auswertung wurde neutral von zwei allopathischen Praktikanten durchgeführt. Im Gegensatz zur üblichen Sterblichkeit von 33% bei Lungenentzündungen starben bei seinen homöopathisch behandelten Studienteilnehmer nur 7,5 %.
Wegen diesem "Verrat" wurde er aus der Pariser Akademie für Medizin ausgeschlossen.

Pius IX. ernannte Dr. Mengozzi, einen Homöopathen, zum vatikanischen Professor der Liga Medicorum. Dieser war bereits Mitglied in zahlreichen Akademien und bot Darwin 1880 die Ehrenmitgliedschaft in einer Wissenschaftsakademie an.

Pater August Müller, ein jesuitischer Missionar durchlief in Deutschland eine homöopathische Ausbildung und gründete in Indien eine Armenapotheke und zwei Krankenhäuser, die mit Homöopathie arbeiteten. Papst Pius der X. würdigte seine Arbeit 1905 mit dem apostolischen Segen. Noch heute bezuschusst die katholische Diözese Mangalore diese Einrichtungen: ein Krankenhauskomplex mit über 1000 Betten, eine Leprastation, eine Reha-Zentrum, homöopathisches College und Apotheke und weitere Colleges für Ausbildungen in Radiologie, Physiotherapie, Labor Technik, .... In Indien kennt fast jeder den deutschen Pater. Zur Feier der Vergrößerung des Komplexes erschienen Kardinal und Bischof.

Von Papst Leo XIII. sind Details seiner homöopathischen Behandlung bekannt: er litt an einer lebensbedrohlichen, chronischen Luftröhreninfektion, wurde aber der älteste Papst der Geschichte.

Viele weitere Päpste waren danach der Homöopathie ebenso zugeneigt wie ihre Vorgänger im 19. Jahrhundert.

Kurz nachdem Papst Pius XII. ernannt wurde, berief er Dr. Galeazzi-Lisi zu seinem Leibarzt (auch Pitera 2001). In Amerika half dem Papst Dr. Griggs mit Hyoscyamus gegen einen hartnäckigen Schluckauf. (Yasgur 1998)
Pius der XII lebte recht lange und hatte seinen Homöopathen immer bei vielen Dingen ins Vertrauen gezogen. Nach seinem Tod versuchten Kritiker der Homöopathie dem Leibarzt Quacksalberei nachzuweisen, was in den 50er und 60er Jahren gut zu den Vorurteilen zur Homöopathie passte.

Papst Paul VI. zeichnete seinen Leibarzt den berühmten Homöopathen Dr. Antonio Negro mit dem Gregorius Orden aus. Dessen Sohn Dr. Francesco Negro diente Papst Johannes Paul II. als Homöopath.

Einer der Patienten Hahnemanns Reverend Thomas Everest wurde von ihm gegen Asthma behandelt (Handley 1997). Er wurde erfolgreicher Laienhomöopath und erhielt die Erlaubnis von der Kanzel aus für die Homöopathie zu werben. Für ihn ergänzten die homöopathischen Mittel die spirituelle Heilung durch die Offenbarungen der Bibel. Jahrzehntelang hatte er unter einer verstopften Nase gelitten bis er sich von Hahnemann heilen ließ. Kurz nach der Einnahme des Mittels begann seine Nase einen Tag lang zu laufen, was - abflauend - einen Monat lag anhielt. Nach dieser "Erstverschlimmerung" war seine Nase geheilt.
Nach seinem Bruder ist der Berg Everest benannt.

Kirchenvertreter behandelten homöopathisch und die Wirksamkeit der Behandlung mehrte die Zahl der Kirchenmitglieder (Kotok 1999).

Nicht nur von Homöopathen wird Krankheit auch als spiritueller Zustand angesehen. Durch Gottes Güte liegen aber im Pflanzen-, Mineral- und Tierreich Heilungsmöglichkeiten (nach Nichols, 1988).

Auch bei russischen Geistlichen war die Homöopathie beliebt. Selbst homöopathisch geheilt bat der Vorsteher des Irkutsker Klosters den Erzbischof seinen Geistlichen homöopathische Grundausstattungen anzuschaffen und diese auch unter Missionaren zu verteilen. Von den Erfolgen der Heilungen wurden dann auch buddhistischen Priester so beeindruckt, dass viele Nichtrussen zum Christentum bekehrt werden konnten (Kotok, 1999).
Der Nicht - Russische Regent vor Ort schloss sich sogar der St. Petersburger Gesellschaft homöopathischer Ärzte an.

Der Heilige Johannes von Kronstadt (Ioann ist der am meisten verehrte Heilige Russlands) und der Heilige Feofan der Rekluse waren Sympathisanten:
Bei der Eröffnung einer neuen homöopathischen Apotheke hielt Vater Johannes eine Rede: "... Behandlungsmethode, ... die klügste und richtigste Methode. Nicht einmal die göttliche Weisheit könnte zutreffendere Mittel finden, um die von Sünden und zahlreichen Leiden geplagte Menschheit zu heilen" (Kotok, 1999).
Zahlreiche Priester berichten, dass Vater Johannes Reden ihnen gezeigt haben, wie sie mit den Mitteln "Wunder" bewirken konnten.

Die Allopathen ("Schulmediziner" --- das sind Homöopathen durch ihre universitäre Ausbildung übrigens auch) kritisierten die Geistlichen wegen ihrer Zusammenarbeit mit Ärzten mit Zusatzausbildung Homöopathie scharf.

Der Heilige Feofan der Rekluse schrieb viele Briefe, in denen des Öfteren Homöopathie erwähnt wird - bis zu konkreten Mittelempfehlungen ("man sollte ihr ein Denkmal errichten") ("Ich gratuliere Ihnen, dass sie einen homöopathischen Arzt gefunden haben, ....").

Der Heilige Ignatij Brjancaninov durfte wegen einer schwerer Krankheit Mönch werden und wurde Bischof von Stavropol.
Aufgrund seiner Krankheit musste er sein Amt aber niederlegen. Im Kloster hat er dann kranke Bauern empfangen, die von Ihm homöopathische Medikamente erhielten. Solcher Kranken kamen immer mehr. Sein Zellendiener schrieb alles auf - Art der Krankheit etc.
Wegen der großen Menge an Kranken musste er, da er selbst krank war, die Behandlungen einstellen.
(In der Sowjetunion wurde wie in allen autoritären Regimes die Homöopathie verboten - nur in Moskau in Leningrad nicht).

Die Heiligen Starzen von Optina - "hellsichtige geistliche Führer" : ihr Kloster war zu der Zeit das geistliche Zentrum Russlands, unter anderem pilgerten Gogol, Dostojewskij und Tolstoj zu ihr.
Starez Amvrosij ist der Starez Zosima aus "Brüder Karamsov".

Alle diese Starzen (14 in 5 Generationen) nahmen homöopathische Mittel und empfahlen sie. Auch unter den neuen Starzen finden sich Anhänger, unter anderem Archimandrit Ioann Krestjankin (verstorben 2006).

Von einer kirchlichen Broschüre über die Homöopathie wurden 1890 50.000 Stück gedruckt und an Geistliche, Lehrer und andere abgegeben - mit Genehmigung des höchsten kirchlichen Regierungsbeamten. Auch der Herausgeber der Kirchenzeitung war Fürsprecher der Homöopathie.
1896 wurden von den homöopathischen Apotheken St. Petersburgs (heute Leningrad) an 1172 Geistliche homöopathische Mittel verschickt. Rechnerisch ergeben sich bei 16 Apotheken mehrere Tausend aktive Geistliche. Tausend Priester waren Abonenten homöopathischer Zeitschriften.

Ein Drittel der Kosten der Grabstätte des Erfinders der Homöopathie Samuel Hahnemanns auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise wurde von den Russen beigesteuert.

Homöopathie als Lehrfach in geistlichen Seminaren wurde befürwortet, jedoch hatten die Schulmediziner mit ihrer Lobby das staatliche Ohr und konnte diese Seminare verhindern. Dennoch blieben über hundert Jahre die Klöster die einzige Möglichkeit einer medizinischen Behandlung für die allermeisten Menschen - besonders für Bauern, die stationär aufgenommen werden mussten - bis zum "aufgeklärten" alles zerstörenden Kommunismus, der alles abrupt beendete.

Von allopathischen Ärzten angestrengte Anklagen Geistlicher führten in der Regel nicht zur Verurteilung, wenn sie keine Gebühren verlangten hatten.
Die Ärztezeitschrift "der Arzt" kritisierte die Geistlichen: "... während sie doch Licht und Wissen verbreiten sollten, verbreiten sie im Gegenteil doch Dunkel und Ignoranz" - mein Kommentar: wer keine Ahnung von einem Thema hat, sollte auch nicht darüber schreiben!

Als in Deutschland ein Priester angeklagt wurde, wurde die erste Organisation für Laienhomöopathen gegründet.
Während in Deutschland die Homöopathie besonders unter protestantischen Geistlichen verbreitet war, erfuhr sie in Frankreich eine aktive Unterstützung seitens der katholischen Kirche.
Ein Priesterarzt (Duquesnay) wurde so beliebt - er gründete unter anderem eine homöopathische Armenapotheke -, dass er zum Erzbischof von Cambrai gewählt wurde (Rafinesque 1976). Später arbeitete er mit dem Arzt Dr. Charge zusammen, der vom Papst für die Verdienste bei der Cholera-Behandlung ausgezeichnet wurde.

Der österreichische Klerus engagierte sich aktiv bei der Einführung der homöopathischen Medizin, obwohl Kaiser Franz I. die Homöopathie generell verboten hatte.
Das Verbot der Homöopathie war durch den Einfluss des kaiserlichen Schulmediziners Dr. Stift zustande gekommen.

Von der Kanzel des Veits-Doms in Wien wurde die verbotene Homöopathie in ihrem Wirken gegen die Cholera vom Erzbischof gelobt - viele Militärärzte waren trotz Verbot durch Metternich Homöopathen.
Mindestens 50 Geistliche praktizierten Homöopathie in Österreich - obwohl dieses verboten war. Dem Franziskanerpater Maximilian folgten aufgrund vieler bemerkenswerter Heilungen so viele Patienten, dass die Behörden auf ihn aufmerksam wurden.
Auf Betreiben von Dr. Stift (siehe oben, der Schulmediziner des Kaisers) wurde sein Haus mehrfach von der Polizei durchsucht, um seine Heilmittel zu beschlagnahmen.

Dass die Homöopathie dennoch verbreitet wurde, ist auch christlichen Nonnen zu verdanken, die homöopathische Mittel propagierten und homöopathische Kliniken aufbauten.
Die Barmherzigen Schwestern erbauten etliche Krankenhäuser, auch eines das auf 160 Betten anwuchs. Die Leitung übernahm dann Dr. Fleischmann, der ursprünglich einen guten Ruf als Schulmediziner hatte und Mitglied der medizinischen und chirurgischen Hochschule in Wien gewesen war. Er war nämlich von seinen hartnäckigen Ischias Schmerzen von Pater Veith homöopathisch geheilt worden.
Dr. Fleischmann wurde 1857 vom König von Bayern zum Ritter geschlagen (Hunt 1863), erhielt vom österreichischen Kaiser ebenfalls einen Ritterorden, sowie vom Papst den Gregorius Orden. Sein Ruf reichte bis nach Amerika.

Ähnlich hatte auch Pater Faustus von den Barmherzigen Brüdern durch seinen Ruf viele Patienten aus dem ganzen Land.
Der Bischof von Linz, Ziegler veranlasste den Magistrat Land für ein Krankenhaus bereitzustellen. Der Erzherzog und die Barmherzigen Schwestern steuerten Geld für den Bau bei (Huber 1880).

Pater Johann Emanuel Veith war auch Professor für Medizin und sah wie unter anderem sein Bruder von einem schweren Magenleiden geheilt wurde, weshalb er während der Cholera - Epidemie von 1830 homöopathisch behandelte. Von 125 Patienten starben nur 3. Er entdeckte Acidum phosphoricum, das auch bei fortgeschrittener Cholera angezeigt ist.

Die Erfolge während der Choleraepidemien - noch während der Zeit des Verbots - wurden vom Priester Veith von der Kanzel des Wiener Stephansdoms gepriesen (siehe "Geschichte der Homöopathie - Europa"). Er hatte diese größte Kirche Wiens, welche Sitz des Erzbischofs ist, 1832 übernommen.
In einer seiner Predigten, "die Cholera im Lichte der Vorsehung" nahm er Bezug zum gebräuchlichsten homöopathischen Mittel gegen die Cholera, Camphora, welches wie die Krankheit selbst auch aus Asien stammt. (Bradford 1895)
Offiziellen Statistiken zufolge waren in homöopathischen Krankenhäuser nur 1/3 der Patienten gestorben, während in konventionellen 2/3 gestorben waren (Clarke 1905).

Die Kathedrale war normalerweise voll von interessierten Gläubigen. Dann wies ihn der Erzbischof an, keine Menschen mehr zu behandeln.
Doch Veith ließ sich nicht davon abhalten, schrieb weiter über die Homöopathie und heilte viele Menschen. Da der Geistliche auch Professor für Veterinärmedizin war, schrieb er ein Handbuch, dass 15 Jahre lang als Lehrbuch verwendet wurde.

Auch wegen der Erfolge bei der Cholera hob der neue Kaiser nach dem Tod Franz I. das Verbot wieder auf. Außerdem erlaubte er Homöopathen ihre eigenen Mittel herzustellen, weil Apotheker, die keinen Gewinn mit den kleinen Dosen machen konnten, oft betrogen und Scheinarzneien verkauften.

Rudolf Steiner begründete die Anthroposophie, eine Lebensanschauung zur Verbesserung der Lebensqualität. Hieraus entwickelte er die Waldorfpädagogik, die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die Eurythmie und die anthroposophische Medizin.
Vor so viel Wirken des Architekten und sozialen Vordenkers sollen wir aber nicht ver-"Steinern" und zu Wala, Dr. Hauschka und Weleda laufen, sondern daran denken, Hahnemann war Gegner jeder Theorie, alles musste erst in der Praxis, etwa bei den neu eingeführten "Arzneimittelprüfungen" bewiesen werden.

Rudolf Steiner war stark von Goethe beeinflusst und gab dessen wissenschaftliche Arbeiten heraus (Treuherz 1985).
Auch Emerson wurde von ihm bewundert. (siehe zu Ralph Waldo Emerson und die Homöopathie: Frauen als Befürworter und Autoren)

Das Mistelpräparat Iscador (Krebstherapie von Madaus) wurde von Steiner und seinen Anhängern bekannt gemacht. Das parasitäre Wachstum der Mistel hatte ihn auf die Idee gebracht und sie für die Krebstherapie prüfen lassen.

Homöopathische Ärzte, die von Schulmedizinern oder Apothekern irgendwo in Europa unter Druck gesetzt wurden, erhielten als Flüchtlinge Schutz bei Kirchenvertretern. Ein Beispiel ist der Freund Hahnmanns Anton Fischer, der in Tschechien praktizierte und unter anderem den Gouverneur von Schlesien und Mähren behandelte. Ein Richter verurteilte ihn wegen des Verstoßes gegen das Gesetz, das Homöopathie verbot und suchte ihn dennoch danach selber als Patient auf. Die Nachstellungen der Medizinbehörden zwangen Dr. Fischer aber zur Flucht. Er fand in einem Benediktinerkloster Unterschlupf.

Australien:
Rosendo Salvado
, ein Benediktinerpriester aus Spanien war der erste, der in Australien homöopathische Arzneimittel verordnete. 1848 wurde er zum Bischof geweiht und erhielt später den Titel des Lord-Abts. Er gründete Schulen, ein Kloster und Gemeinden.
1857 hat er Aborigines homöopathisch behandelt (Treuherz 2006).
Bei Perth sind seine Bücher und seine Apotheke ausgestellt.

Das homöopathische Krankenhaus von Melbourne war das erste auf der Südhalbkugel. Sein Vorgänger war die homöopathische Armen-Apotheke von Melbourne, die von den Oberhäuptern der Kirchen unterstützt wurde (Dekan und Fürstbischof beispielsweise).
Der Fürstbischof von Melboure wurde zum Invaliden erklärt, von Dr. Simpson dem ersten homöopathischen Arzt in Australien jedoch wieder vollständig hergestellt (www.homeopathyoz.org).
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Der Baptistenpfarrer Benjamin Wilson studierte in England homöopathische Medizin, um medizinischer Missionar zu werden. Auf der Überfahrt nach Australien behandelte er schon erfolgreich Passgiere. Als erster baptistischer Pfarrer Brisbanes behandelte er auch die allgemeine Bevölkerung und übernahm häufig Vertretungen für Ärzte.

Nicht nur in der Bibel, auch im Talmud finden sich Hinweise auf homöopathische Heilungen und dem Ähnlichkeitsgesetzt im weiteren Sinne.
Auch dort werden esoterische Lehrsätze ("wie oben, so unten") beschrieben, die sich in der homöopathischen Praxis von Körper und Psyche wiederfinden lassen.
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Der langlebige (102 Jahre) orthodoxe Rabbi Schneerson ("Rebbe") war der siebte und letzte Rebbe eines Zweigs der Chassiden und war Freund der Homöopathie, die er bis zuletzt regelmäßig einsetzte.

Rabbi Friedmann gründete die erste Talmudhochschule nur für Frauen. Sechs Jahre lang dolmetschte er im Fernsehen für den Lubavitscher Rebbe und kam mit der Homöopathie in Kontakt. Seit dem spricht er sich regelmäßig für die Homöopathie aus, auch darüber wie sie wunderbar zur jüdischen Denk- und Lebensweise passt.

Rabbi Abuhatzeira aus der berühmten kabbalistischen Familie verschrieb gerne homöopathische Heilmittel.

Rabbi Shlomo Carlebach, "der singende Rabbi" in einem Interview: "... in der Schulmedizin arbeitet man von außen nach innen, in der Homöopathie von innen nach außen. .... , die Religion muss von innen nach außen arbeiten" (Nach seinem Tod veröffentlicht, 1997).

Rabbi Max Lilienthal war angesehener deutscher Rabbiner, der in Russland so erfolgreich Schulen gründete, dass der Zar ihn belohnte und bat weitere Schulen einzurichten. Er zog nach Amerika und wurde oberster Rabbiner in New York und ein Führer der jüdischen Reformbewegung.

Sein Bruder war der Homöopath Dr. Samuel Lilienthal, Herausgeber eines der anerkanntesten homöopathische Journale, Präsident der Medical Society, Professor am College und Leiter der klinischen Medizin am NY Medical College and Hospital for Women.
Sein Sohn war Homöopath in San Francisco und ebenfalls Professor.
Dessen Enkel heiratete in die Levi-Strauss-Familie (Jeans).
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Unterstützung durch muslimische Geistliche:

Mirza Tahir Ahmad war Kalif (=geistlicher Führer) der islamischen Ahmadiyya -Bewegung und war sehr in der Homöopathie bewandert. Seine Bewegung verbreitete sich aus Indien in 178 Länder aus und zählt momentan weit über 10 Millionen Mitglieder.
Als junger Mann hatte er die Homöopathie gründlich studiert, da er unter schwerer Migräne litt, bis sein Vater ihm ein homöopathisches Mittel verschrieb. Danach behandelte er seine chronisch kranke Frau mit Natrium muriaticum, ... Der Kalif behandelte in seiner über 50-jährigen Praxis tausende Menschen homöopathisch, besonders auf dem Konvent, wo sich 250.000 Menschen versammelten und hielt Homöopathie-Vorlesungen auf dem globalen Satellitenkanal der Bewegung, sowie 198 Homöopathie-Vorträge, die live ein Millionenpublikum erreichten. In der Veröffentlichung der Vorträge in Englisch sind 700 Seiten Arzneimittelbeschreibungen von Hunderten Mitteln enthalten, die heute online verfügbar sind (Ahmad 2005).

Er trug zur Gründung von tausenden (!) freien homöopathischen Kliniken bei - im entlegenen Afrika oder in großen Städten. Auf www.alislam.org ist nachzulesen: "Liebe für alle; Hass für niemanden"

Sir S. A . Kahn Bahadur sprach sich 100 Jahre vor Gandhi für Gewaltlosigkeit aus, trat für Technik und Wissenschaft ein und gründete ein homöopathisches Krankenhaus. 1869 erhielt er den Stern von Indien von der britischen Regierung.

Auch einige Sanskrit-Texte und andere Hinduquellen unterstützen homöopathische Behandlungs - Ansätze, wie "Lebensenergie", die Ähnlichkeitsgesetzte, eingesetzte Substanzen.
Viele deutsche Einwanderer in Indien verbreiteten die Homöopathie, sodass es in Indien über 100 Colleges mit 5-jähriger homöopathischer Ausbildung gibt. Lesen Sie hierzu weiter unter "Politiker in Indien" und Homöopathie in Indien".
Daher verwundert es nicht, dass viele der spirituellen Führer Indiens Interesse zeigten oder die Homöopathie unterstützten.
Sri Ramakrishna wurde vom ersten Arzt in Indien behandelt, der Homöopath wurde, vom berühmten Schulmediziner M. Lal Sircar. Noch heute wird aus dem Dialog der beiden zitiert.

Der Wissenschaftler und Arzt Sircar wendete sich der Homöopathie zu und wurde deshalb gezwungen aus der Universität Kalkutta auszutreten. Diese hatte versucht ihm seinen Doktortitel zu entziehen. 1861 erzielte er gute Behandlungserfolge bei einer Malaria-Epidemie. (siehe Geschichte der Homöopathie)

Eines der Kloster des Ramakrishna-Ordens ist Belur Math, welches eine Tagesklinik und eine Armenapotheke betreibt.

Ein berühmter Schüler ist Swami Vivekananda (siehe Bild), so wichtig für Hindus, wie Buddha für den Buddhismus und Christus für die Christen.
1893 auf der Weltkonferenz der Religionen war er der erste Hindu, der vor den religiösen Führern Amerikas redete - die erste Begegnung des Westens mit dem Hinduismus:
"Ein Allopath kommt und behandelt Cholerapatienten und gibt ihnen Medizin. Der Homöopath kommt und gibt seine Medizin und heilt, .... weil der Homöopath seine Patienten nicht stört, sondern der Natur ihren Weg läßt".
In Gujarat ist dem Swami Vivekananda Homeopathic Medical College ein Lehrkrankenhaus angeschlossen.

Ravi Shankar lehrte Georg Harrision (Beatles) das Sitar Spiel, führte in auch in die Lehren von Vivekananda ein und ermöglichten ihm den Zugang zur Homöopathie.

Sri Aurobindo war Fürsprecher der Homöopathie: "ich habe praktisch fortwährend erlebt, dass (homöopathische Mittel) eine überraschende Wirkung haben, manchmal augenblicklich, manchmal schnell, .... "Die Mutter" und ich halten wenig von der Allopathie."

"Die medizinische Wissenschaft (Schulmedizin) ist mehr Fluch als Segen für die Menschheit. Sie hat die Wucht der Epidemien gebrochen und eine phantastische Chirurgie hervorgebracht, aber auch die natürliche Gesundheit des Menschen geschwächt und die individuellen Erkrankungen des Menschen vervielfacht. Sie hat Körper und Geist Furcht und Abhängigkeit eingepflanzt und uns gelehrt, uns nicht auf natürliche Ganzheit, sondern auf eine abscheuliche, wacklige Krücke zu stützen."

Im Gegenzug dazu können die Homöopathie eine Krankheit "bei der psychosomatischen Wurzel" packen (Aurobindo 1969).

Der Homöopath Bhumananda stand Sri Aurobindo nahe. In seinem Buch "a few Sips of the Nectar of Homeopathy" wird Sri Aurobindo zitiert: "Homeoepathie ist näher an Yoga (als jede andere Therapie)".
Seine Nachfolgerin ("die Mutter") spielte eine zentrale Rolle bei der Gründung der Stadt Auroville: "Mit der Homöopathie kamen wir sehr viel besser zurecht, als mit allem anderen"(Sarkar 1968).

Meher Baba ("Don´t worry, be happy"**) erklärte sich zum Avatar, einer göttlichen Inkarnation. 44 Jahre lang reiste er durch die Welt und sprach nicht - er kommunizierte nur über ein Alphabet Brett und Handzeichen. "Homöopathie ist eine perfekte Wissenschaft. Sie kann die Toten wieder erwecken, aber sie erfordert einen Meister dieser Kunst" womit er meinte sie kann in schier aussichtslosen Fällen Erfolg haben. (Street 2007)
In Meherabad wurde unter seiner Aufsicht die Meher Free Dispensary - Apotheke gegründet. Tausende wurden dort wegen Typhus, Malaria, Durchfallerkrankungen, Tuberkulose, Asthma, Arthritis und anderen Erkrankungen behandelt.
Gegenwärtig behandeln dort 4 Homöopathen etwa 50 Patienten pro Tag.

** Das Original-Zitat lautet: "Do your best, then don´t worry, be happy. Leave the rest do me"

Einige seiner ihm nahestehenden Schüler praktizieren Homöopathie.

Helena Blavatsky, Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft (zur Erforschung der östlichen Spiritualität): "die Homöopathie steht kurz vor dem Beweis, das wirksamste Heilmittel zu sein. Zahlen lügen nicht (Blavatsky). Daneben hegte sie großen Respekt für die Hypnose.

J.G. Bennet, Mathematiker, Forschungsleiter der Industrie, wurde im "Osten" vor allem durch seine Bücher über Psychologie und über G. I. Gurdjieff bekannt. Bennet verbreitete auch die Lehren des Sufi Lehrers Idres Shah.
Als Anhänger der Homöopathie schrieb Bennet das Vorwort des Buchs von Dr. Chandra Sharma, dem Homöopathen von Georg Harrison, Tina Turner und anderen Musikern (siehe unter Musiker): Bennet:
"das Studium der Homöopathie hat mir persönlich erheblich geholfen, den Zusammenhang zwischen lebendiger und nicht lebendiger Materie zu verstehen."
"Die Behauptungen der Homöopathie stützen sich nicht auf Theorien, sondern werden von 170 Jahren erfolgreicher Praxis und den Erfahrungen Hunderttausender Patienten belegt, die richtig angewandten homöopathischen Heilmitteln Gesundheit und Energie verdanken".

Swami Satchinanda brachte zwischen 1960 und 1980 Yoga in den Westen. Er hielt die Eröffnungsrede beim legendären Woodstock Festival. Dass er in Homöopathie ausgebildet war und er von der Wirksamkeit der Methode fest überzeugt war ist kaum bekannt. Seine Schüler sind Jeff Goldblum, Allen Ginsberg, Alice Coltrane, Carol King, ...
Als Dana Ullmann in seinem Ashram einen Vortrag über die Homöopathie hielt, fragte ihn der Swami nach den Computerprogrammen für die Homöopathie und war erfreut, dass es diese schon auf Expertenniveau gab.

Mary Baker Eddy praktizierte Homöopathie und hielt Vorträge über geistiges Heilen ("christliche Wissenschaft"):
"die Arzneisysteme machen sich immer mehr von der Materie los und lassen auf diese Weise das höhere Stratum der Materie, das sterbliche Gemüt, ein. Die Homöopathie, die der Allopathie einen Schritt voraus ist, vollbringt dies. Die Materie verschwindet aus der Medizin, und das sterbliche Gemüt, das aus einer höheren Verdünnung als die Arznei besteht, beherrscht das Kügelchen".
"... die Homöopathie zieht bei der Diagnose von Krankheiten die mentalen Symptome zum großen Teil in Betracht".
Sie dachte Homöopathie hilft nur bei Gläubigen dieser Methode, konnte aber nicht erklären, warum sie bei Säuglingen, Tieren oder Ungläubigen hilft.

Mutter Theresa studierte homöopathische Medizin bei Dr. Diwan Jai Chand, einem hochverehrten Homöopathen, dessen Söhne und Enkel ebenfalls führenden indische Homöopathen wurden. Sie würde die Homöopathie nur als erste Hilfe einsetzen und keine "ärztlichen Verordnungen" machen, sagte sie zu ihrem Schutz.
Ein Schulmediziner jedoch, der 43 Jahre eng mit ihr zusammenarbeitete berichtete, dass sie "glaubt, das die homöopathische Behandlung für die Menschen ... Indiens und anderer Länder der Welt wegen ihres einfachen Ansatzes, ihrer Wirksamkeit und der geringen Kosten unentbehrlich sei" (Gomes 1988).
Mutter Theresa eröffnete 1950 eine homöopathische Armenapotheke in Kalkutta. Sie verschrieb selbst und assistierte homöopathischen Ärzten.

Emanuel Swedenborg inspirierte Homöopathen (Gram, Hering, Familien Boerricke und Tafel, Kent), aber auch Goethe, Baudeliare, de Balzac, Dostojewski, Strindberg, Tennyson, Thoreau, Blake, Emerson, .... die amerikanischen Transzendentalisten (teils "Swedenborgianer").
Seine so unterschiedlichen Anhänger erkannten, dass die Homöopathie eine vitalistische, esoterische Tradition verkörpert.

Auch die Cousine des amerikanischen Präsidenten Taft, Dr. Mary Florance Taft, war eine Anhängerin und anerkannte Homöopathin, ihre Familie gründete die heute noch bestehende größte Homöopathie Manufaktur Taft.
Homöopathen und Swedenborgianer erkannten, dass die (damalige) Schulmedizin nur die äußeren Folgen einer Erkrankung behandelt, nicht aber die tieferen inneren Ursachen (Treuherz 1984).