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Interview mit Dr. Heiner Frei (Uni Bern):

„In den meisten Fällen reicht die Homöopathie bei ADS allein aus“:

Sie führen zur Zeit eine Homöopathie-Studie mit hyperaktiven Kindern durch. Entspricht das Studiendesign den Anforderungen der Schulmedizin?
Ja. In einer ersten Phase wird bei jedem Studienteilnehmer die ADS Diagnose durch eine umfassende Untersuchung an der Berner Universitäts-Kinderklinik gesichert. Danach kommen die Kinder in meine Praxis zur individualisierten homöopathischen Behandlung mit Q-Potenzen. Haben wir eine Besserung des Conners Global Index - das ist ein Intensitäts-Rating der wichtigsten 10 ADS Symptome, das auch zur Evaluation von Ritalin Behandlungen verwendet wird - um 50 Prozent oder mindesten 9 Punkte erreicht, so erfolgt wiederum an der Berner Universitäts-Kinderklinik eine randomisierte und doppelblinde Zuteilung auf einen Therapieast 1 oder 2. Auf dem Therapieast 1 erhält das Kind doppelblind nochmals für 6 Wochen die Verum-Arznei, danach für weitere 6 Wochen Placebo, danach wieder für 6 Wochen Verum; auf dem Therapieast 2 folgt sofort das Placebo, danach 2 Phasen Verum. Alle 6 Wochen werden die Kinder wiederum an der Universitätsklinik getestet. Ziel wäre, das die Eltern die Placebophase lokalisieren und / oder die neuropsychologischen Tests den Wirkungsabfall der Homöopathie unter Placebo erkennen.

Widerspricht dies nicht den Regeln der Homöopathie?
Nein. Wir haben allerdings ein Problem, das die Studie theoretisch zum Fall bringen könnte, nämlich eine anhaltende Wirkung der Q-Potenzen unter Placebo. (ANMERKUNG VON MIR: das meint, dadurch, dass die Homöopathie nachhaltig wirkt, dass heißt z.B. länger als in den ersten 6 Wochen wo das Arzneimittel gegeben worden ist, also auch noch 2 oder 3 Monate später "passt" die Homöopathie nicht in das geforderte Studiendesign, wo in einer zweiten Phase nur Placebo gegeben wird und es den Kindern aber weiterhin gut geht, was aber im Vergleich Placebo gegen Wirkstoff dazu führt, dass beide als gleich wirksam "errechnet" werden müssen!)

Diese Vorstudie haben Sie mit über 100 ADS-Kindern durchgeführt. Konnte die Homöopathie Ihren Erwartungen entsprechen?
Ja. Der offene Teil der Studie lief erwartungsgemäß. Was wir noch nicht wissen ist, ob der streng wissenschaftliche Teil der Studie einen Beweis für die Wirkung der Homöopathie liefert, da er erst im Herbst 2004 abgeschlossen sein wird.

Wenn bei etwa 75 Prozent der Kinder die Behandlung erfolgreich war, woran scheiterte sie bei den restlichen Patienten?
Ein ganz großes Problem ist, dass viele Eltern von ADS Kindern Mühe haben uns zuverlässige Symptome zu liefern. Alles wird sehr subjektiv empfunden. Wenn es nicht gelingt, genügend „gute“ Symptome zu ermitteln, gelingt auch die Mittelbestimmung nicht. Das ist wohl der Hauptgrund für das Scheitern einer homöopathischen ADS Behandlung. Ein weiterer Grund ist die Dringlichkeit der Behandlung. Die Probleme sind oft so groß, dass rasch Abhilfe geschaffen werden sollte. Dies kommt unserem Zeitbedarf für die Ermittlung der richtigen Arznei nicht entgegen. Manchmal ist es auch schiere Ungeduld, die eine ADS Behandlung zum Scheitern bringt.

Reicht eine alleinige homöopathische Therapie oder muss auch begleitend behandelt werden?
In den meisten Fällen reicht die Homöopathie allein aus. In unserer Studie wird ausschließlich homöopathisch behandelt. Andere Therapien sind den Teilnehmern während der Studiendauer verboten.

Die Diagnose ADS wird immer häufiger gestellt.
Leiden wirklich immer mehr Kinder daran oder wird mit der Diagnose leichtfertig umgegangen?
Da man davon ausgeht, dass das ADS in den meisten Fällen genetisch bedingt ist, müsste man eigentlich eine Zunahme ausschließen. Tatsache ist, dass immer mehr Kinder therapiebedürftig werden, was aber auch gesellschaftliche Gründe haben kann. Früher konnte offenbar das Problem wegen rigiderer Verhaltensweisen in Familie und Schule besser unter Kontrolle gehalten werden, als in unserer generell hyperaktiven Zeit. Ganz sicher ist auch, dass die Diagnose oft nicht mit der gebührenden Sorgfalt gestellt wird. Eine neuropsychologische und neurologische Untersuchung durch Leute, die mit dem Problem bestens vertraut sind, ist für eine zuverlässige Diagnosestellung unabdingbar.

Was sind die Hauptauffälligkeiten bei ADS?
Unruhe, Impulsivität und Konzentrationsstörungen, die die normale Entwicklung eines Kindes und seine soziale Anpassung in Familie oder Schule gefährden. Die Symptomatik soll vor dem 7. Lebensjahr auftreten und mindestens 6 Monate gedauert haben. Zudem muss eine Entwicklungsstörung nach DSM IV anderer Ursache ausgeschlossen sein.

In welchem Alter wird ADS am häufigsten festgestellt und wer ist eher betroffen, Jungen oder Mädchen?
Die Diagnose kann an sich bereits sehr früh, also in den ersten Lebensjahren gestellt werden. Die meisten Kinder, die in unsere Therapie kommen, stehen aber im frühen Schulalter. Wünschenswert wäre eine deutlich frühere Behandlung, damit sich das Kind möglichst normal entwickeln kann. Jungen sind sehr viel häufiger betroffen als Mädchen. In unseren Arbeiten sehen wir etwa 80 Prozent Knaben und 20 Prozent Mädchen.


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