Meine Therapie bei Schlafstörungen

Als erstes empfehle ich eine Anamnese zum Ermitteln des individuell gewählten homöopathischen Mittels.
348 Mittel in der Homöopathie stehen zur Auswahl.
Der Erfolg der Therapie steht und fällt mit der Wahl des richtigen Mittels.

Durch ein traumatisches Erlebnis, lange bestehende Konflikte, andauernder Stress, ständige Sorgen oder ein anhaltendes Gefühl von Unsicherheit kann der Gehirnstoffwechsel so weit entgleisen, dass Angst, Nervosität, "Stress" oder sogar Panik jederzeit und ohne Grund auftreten können.

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten (von mir) homöopathisch behandelten Erkrankungen.

Carstens Stiftung:
Eine aktuelle, methodisch hochqualitative Studie zeigt die Wirksamkeit von individualisierter Homöopathie (= mit Erstanamnese) bei Schlafproblemen.
Mit Insomnie/Schlafstörungen werden Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, Schlafprobleme an mindestens drei Nächten in der Woche oder solche Schlafstörungen bezeichnet, die Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit am Tage nach sich ziehen.

Innerhalb der Homöopathie-Gruppe hatte sich im Vergleich zur Placebo-Gruppe der Studie nach drei Monaten alle im Schlaftagebuch festgehaltenen Faktoren bis auf einen (3. Minuten zu früh aufgewacht) signifikant verbessert.

Diese doppelblinde, randomisierte, Placebo-kontrollierte Studie mit zwei parallelen Armen deutet darauf hin, dass Homöopathie bei Schlafstörungen eine wirksame Alternative zu den häufig eingesetzten, risikobehafteten Hypnotika sein kann.
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Weitere allgemeine und individuell auf Sie abgestimmte Empfehlungen erhalten Sie in meiner Praxis.

Auch bei Schlafstörungen können Sie sich in meiner Praxis mit Homöopathie oder Hypnose helfen lassen.
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Eventuelle unterstützende Mittel/Methoden:
Der wichtigste entspannende Botenstoff des Gehirns ist GABA, sein Gegenspieler ist Glutamat.
Ein spezielles Präparat mit gehirnaktiven Aminosäuren, Pflanzenextrakten, Vitaminen (u.a. akt. B6 = Pyridoxal5Phosphat) und Mineralstoffen steigern GABA, Serotonin und Dopamin und reduzieren Glutamat.
Negatives Gedankenkreisen und -springen fördert Angstgefühle oder die "Sicherung brennt durch" , was mit einem zu hohen Glutamat-Spiegels im Blut zusammen hängt.
Gute Präparate fördern dagegen Ruhe und Gelassenheit, ein besseres Ein- und Durchschlafen, macht widerstandsfähig gegen Stress und reduziert Aggression und Reizbarkeit.
Schlafentzug wirkt sich auf Stimmung, Leistung und Konzentration aus, aber auch allgemein auf die Gesundheit und es entsteht wieder Angst.
Einnahme: Kurz vor dem Schlafengehen, beim Aufwachen und nicht mehr Einschlafen können eine weitere Portion. Regelmäßige Einnahme zum Ausgleich der Neurotransmitter.
Nebenwirkungen: Müdigkeit, dann reduzieren und nur vor dem Schlafengehen einnehmen.
Keine Abhängigkeit, kein Entzug,
abruptes Absetzen möglich,
an Körpergewicht anpassen,
mit Psychopharmaka nur mit Arzt abgesprochen einnehmen.
Je nach Bedarf 1-3 Kps x 1-3 mal täglich (1-9) kurz vor einer Mahlzeit.
Auch bei Panikattacken: 3 Kapseln, ev. öffnen und in Wasser auflösen.

Fragen Sie mich nach dem Präparat.

Walnüsse enthalten das Schlafhormon Melatonin, essen Sie vor dem Zubettgehen eine Handvoll.

Bitterstoffe, wie in Endivie und Chicoreé enthalten Lactucin, die sedative Eigenschaften hat.
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Ernährung:
Soja-Produkte / Soja-Isoflavone:
4 Monate Einnahme von täglich 80 mg Soja reduzierte die Anzahl schlafgestörter Frauen im Alter von 50-65 Jahren von 90% auf 37% (Ergebnisse ermittelt anhand von Schlaflabor und Fragebogen).

Lesen Sie bitte auch unter Eisen weiter.

Magnesium:

Obwohl seit den 70er Jahren Prof. Classen (Uni Hohenheim) die stressabschirmende Wirkung bekannt ist, wird es kaum bei Ein- und Durchschlafstörungen angewendet.
Jeder 7. hat einen Blutspiegel unter 0,8mmol/l.
Abends einnehmen !
Magnesium entspannt auch Gefäße und Muskeln, kann aber bei über 300 oder 400 mg bei empfindlichen Personen Durchfall verursachen.
Besonders Diuretika und Antidiabetika vernichten Magnesium.
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Hypnose zur Unterstützung.
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Baldrianpräparate
führen nicht zu Hang-Over und ihre schlaffördernde Wirkung ist belegt.
Es kommt nicht zur Gewöhnung unter Baldrian (und Melisse, Passionsblume, Hopfen, Lavendelöl, Rosenwurz, Ginseng, Johanniskraut).
Dosierung: 2-3 Gramm Tagesdosis oder mindestens 600-1000 mg pro Einnahme, die traditionelle Einnahme bis zu 20 Tropfen ist unterdosiert.

Positiv bei diesen Pflanzen ist:
sie wirken nicht hypnotisch, narkotisch oder stören nicht die wichtigen REM/Tiefschlafphasen.

Allerdings muss Baldrian erst über einige Tage eindosiert werden, bevor er wirkt.
Für Baldrian geben die WHO und die europäische Gesellschaft ESCOP eine Anwendung gegen nervöse Unruhe und Einschlafstörungen an.

Johanniskraut (Hypericin und Hyperforin) haben in Studien im Vergleich mit Antidepressiva ihre Wirksamkeit schon lange bewiesen.

Dennoch halte ich die Homöopathie für überlegen und breiter wirkend.

Zudem hat Johanniskraut das Risiko des Leberversagens und diverser Interaktionen. (2-4 gr = 500-900 mg Extrakt)
(bei mittelschweren Depressionen verschreibungspflichtig)