individuelle Impfentschiedung Kassel


INFO vom "Qualitätszirkel homöopathischer Ärzte" in Kassel:
Für eine individuelle Impfentscheidung der Eltern für ihre Kinder.


Was Eltern vor Impfungen wissen und bedenken sollten:

Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht von der STIKO (Ständige Impfkommission) neue Impfempfehlungen ausgesprochen und dann von den Kassen erstattet werden, z.B. 2004 die Windpockenimpfung, 2006 die Menningokokken - und Pneumokokkenimpfung. 2007 kam die HPV-Impfung schon für pubertierende Mädchen hinzu (gegen Krebs des Gebärmutterhalses).

In den Medien wird häufig eine allgemeine Impfmüdigkeit beklagt, Gesundheitsämter und andere in der Gesundheitsfürsorge tätige Organisationen werben verstärkt um vollständige Durchimpfungsquoten nach dem jeweils gültigen Plan. Aus ihrer Sicht ist das der richtige Weg, um die epidemische Ausbreitung von Infektionskrankheiten mit evtl. seltenen gefährlichen Verlaufsformen zu verhindern, wie z.B. Masern. Man zielt auf Ausrottung der jeweiligen Krankheit. Eltern, die diesen Impfaufforderungen nicht nachkommen, gelten als verantwortungslos und unsozial.

Dem Einzelnen, der außer dem Gemeinwohl sein individuelles Wohl im Sinn hat, stellen sich viele Fragen:

Gibt es nur Vorteile durch Impfungen? Was ist mit Nebenwirkungen oder sogar Spätschäden?
Haben Impfungen wirklich keine Spätfolgen wie Allergien oder Asthma?
Kann ein 6 Wochen alter Säugling eine 5-, 6-, 7- fache Impfung verkraften?
Wenn in 2006 die Pneumokkoken- und Meningokokkenimpfung dazugekommen sind, wie viele Impfungen werden es in 5 Jahren sein?
Sind Kinder infolge von Impfungen gesünder, sind sie es auch als Erwachsene?
Sind Kinderkrankheiten wie Masern oder Windpocken heute gefährlicher als früher?
Ist es überhaupt sinnvoll, alle Kinderkrankheiten verhindern zu wollen?
Kann es sich die moderne Medizin leisten, solche Fragen nicht ernst zunehmen und nur mit einem standardisierten Impfschema zu antworten?

Infektionen stimulieren im Immunsystem die Produktion spezifischer Antikörper gegen Krankheitserreger. Dabei muss zuerst der "Feind" erkannt und dann die Antikörperproduktion angeregt und gesteuert werden, so geschieht es in der gesunden, ausgereiften Immunabwehr. Die Entwicklung dieser hochdifferenzierten Fähigkeit - Fremdes erkennen und gezielt und angemessen darauf reagieren - muss sich das Neugeborene erst erwerben und zwar durch ständiges Training z. B. in der Auseinandersetzung mit den Keimen seiner familiären Umgebung. Dabei entstehen Gedächtniszellen, die bei erneutem Erregerkontakt eine schnelle "Abwehr " organisieren. Im ersten Lebensjahr liegt der Schwerpunkt des Lernens auf dem Erkenntnisprozess für körperfremde Substanzen.
Während der Stillzeit konnte dieser Prozess früher aufgrund des mütterlichen Nestschutzes (Mütter geben vorgeburtlich durch die Placenta und dann über die Muttermilch Antikörper gegen von ihr durchgemachte ansteckende Krankheiten an den Säugling weiter) fast ganz ungestört verlaufen (Ausnahme Keuchhusten).

Frühe Impfungen erzwingen die spezifische Antikörperproduktion ohne Rücksicht auf die sich entwickelnde Erkennungsfähigkeit. Das noch unreife Immunsystem muss deshalb mehrfach mit höheren Dosen Impfstoff zu einer Antwort provoziert und gezwungen werden. Der Impfplan der STIKO sieht aktuell 32 Impfdosen innerhalb der ersten 14 Monate vor.

Eine natürliche, d.h. altersgerechte Ausreifung der immunologischen Funktionen wird so gestört. Ist es da verwunderlich, dass heutzutage immer mehr Kinder immer früher unter Allergien leiden, z.B. Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen. Laut GEO vom 12.12. 2006 leidet heute jedes sechste Kind an Neurodermitis,1960 war es jedes dreißigste. Auch Autoimmunkrankheiten (Darmerkrankungen, Rheuma, Diabetes, Schilddrüsenentzündungen) mit gesteigerter Antikörperproduktion gegen körpereigenes Gewebe nehmen deutlich zu.

Die Impfungen haben zwar die Häufigkeit von Kinderkrankheiten gesenkt. Impfungen gegen HiB verhindern erfolgreich Meningitis durch HiB-Keime, die absolute Zahl der Meningitiden (Hirnhautentzündungen) ist jedoch unverändert. Wir finden jetzt andere Erreger: Meningokokken, Pneumokokken; neue Impfungen sind angelaufen. Welche Keime sind die nächsten?

Nimmt man diese Beobachtungen ernst, drängen sich folgende Fragen auf: haben die Vielfachimpfungen mit ihrer forcierten Antikörperbildung das Immunsystem derart aus der Balance gebracht? Muss man Auswirkungen von Impfungen nicht viel langfristiger betrachten? Ein Kinderarzt will doch sicher nicht nur eine gesunde Kindheit sondern eine gesunde Lebenszeit anlegen.

Bis in die 60er Jahre wurden nach Kinderkrankheiten allgemein Entwicklungsschübe beobachtet, was heute belächelt und übergangen wird. Hier gelten ärztlicher Erfahrungsschatz und Urteilskraft weniger als statistische Erhebungen, die allein dem Individuum nicht gerecht werden können.

Klassische Kinderkrankheiten liefen mit guter Fieberreaktion und Hauterscheinungen (Ausleitung) ab, innere Organe waren nur selten betroffen. Gute Pflege und Ruhe unterstützten den Heilungsvorgang. Natürlich gab es auch selten komplizierte Krankheitsfälle mit Spätfolgen, sogar mit tödlichem Ausgang. Den gab es nach Meldungen des Robert-Koch-Institutes aber auch bei Impfungen an 43 Kindern von 2001 bis 2005 in Deutschland. Auch durch unsere Massenmobilität handeln wir uns Verletzte und Verkehrstote ein, ca. 5000 Verkehrstote im Jahr 2006 führen nicht zu grundlegenden Konsequenzen im Straßenverkehr.

Bei unseren heutigen wissenschaftlichen Möglichkeiten scheint es verführerisch, alle "bösen" erregerbedingten Krankheiten wegimpfen zu wollen. Durch die bisherige Impfpraxis sind wir zwar die "gefährlichen" Kinderkrankheiten fast los, dafür sind mehr Kinder chronisch krank mit Asthma und Allergien, wie die Parsifalstudie 2006 zeigt.

Unausgesprochen scheinen sich alle einig zu sein, dass wir gar keine Krankheiten wollen. Offensichtlich ist es uns bisher jedoch nur gelungen, akute Krankheiten in chronische zu überführen, wobei deren Behandlung erheblich schwerer und langfristiger ist.

Unsere Überlegungen sollen dazu beitragen, die automatisch expandierende Impfstrategie zu hinterfragen. Können wir uns auf das Zahlenmaterial und die Schlussfolgerungen der Impfstoffhersteller verlassen? Können diejenigen Objektivität garantieren, die am Verkauf der Impfstoffe verdienen werden?
Sollten Ärzte sich nicht weniger um die Erregerausrottung, als vielmehr um die Stärkung des kleinkindlichen Organismus kümmern und sich dafür einsetzen, dass Krankheiten in geschütztem Umfeld durchlaufen werden können?

Es ist an der Zeit, die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, dass Gesundheit nicht durch Impfungen entsteht, sondern sich in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickelt.

Für Eltern ist es wirklich schwer, eine für ihr Kind passende Impfentscheidung zu treffen. Auch die Fachleute sind gefordert, sich diesem Thema erneut zu stellen.

Quellen www.rki.de, www.impf-info.de

Parsifal-Studie: J.allergyclin.immunonol, Jan.2006
Arzneitelegramm 10, 2006
Maziak W. u.a. Allergy 2003: Are asthma and allergies in children and adolescents increasing?
Downs SH u.a. Arch dis Child 2001: Continued increase in the prevalence of asthma and atopy

Autoren: für den Qualitätszirkel homöopathischer Ärzte in Kassel:
Dr. Maria Bovelet
Dr.Gerda Wienforth
Martin Schammert

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