Fructose-Intoleranz

Fructose Intoleranz:

Ein "Intoleranter" verträgt nicht mehr einen Apfel oder ein Stück Kuchen bzw. 30 Gramm Fructose wie ein Gesunder, sondern nur noch die Hälfte als Beispiel.
Durch eine durch unsere Industrie mit immer mehr Fruchtzucker versetzte Nahrung wurden wir empfindlich gemacht.
Die immer weiter steigenden Mengen an Fructose in Fertignahrung etwa haben immer öfter eine Entwicklung zur Intoleranz zur Folge.
Falls mehr als die vertragene Menge aufgenommen wird, gelangt diese in den Dickdarm.
Die Folge ist unter anderem:
Tryptophan kann nicht mehr genug aufgenommen werden und im Gehirn kommt es zu einem Serotonin-Mangel.
Dazu Prof. Ledochowskli, Uniklinik Innsbruck:
"die Stimmung wird über den Serotonin-Mangel schlechter und es kommt zu Eßattacken und Übergewicht".

Je höher im Rahmen der Fructose-Intoleranz Entzündungswerte im Blut ansteigen, desto dicker sind die Patienten.
Für Fructose Intolerante sind Bananen oder Honigmelonen besser (da sie weniger Fructose enthalten).
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Nach einer Karenzzeit von 2 bis 4 Wochen (Auslaß - Versuch), kann sich der Patient wieder an Fructose und Zuckeraustauschstoffe herantasten (Provokationsstest).
Wie viel an Fructose (oder Lactose) ein Patient individuell verträgt ist herauszufinden (Ernährungstagebuch !)
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Ein Fall von den "Ernährungs-Docs", NDR:
eine Patientin mit Intoleranzen in Fructose, Lactose und Sorbit musste eine Karenz von 4 Wochen einhalten, und dabei bestimmte Obst- und Gemüsesorten vermeiden, keine Milchprodukte mehr konsumieren, auch auch Zusatzstoffe achten; Glutenfrei essen.
Auch bei ihr hatte alles mit einer langen Antibiotika - Einnahme begonnen, gefolgt von einem Magen-Darm-Infekt, zuletzt litt sie unter einem durchlässigem Darm (Leaky-Gutt).
Nach mehrwöchigem Darmfasten behielt sie die Ernährungsumstellung allerdings bei: nicht blähende Gemüse, meiden von Rohem (besonders am Abend vermeiden) oder zu stark Gebratenes zu essen, öfters Buchweizen und Kartoffeln zu essen, Reis und gedünsteten Fisch, Eiweiß, Flohsamen, Fenchel, Leinsamen, gesunde Darmbakterien, ... Entspannungstherapie, Bauchmassage, ... kein Schweinefleisch, Süßes oder Fertigprodukte.

Da die Patientin keine ererbte Intoleranz hatte brachte ihr diese Prozedur eine klare Besserung.
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Oft kommen Patienten mit den verschiedenen Tests zu mir, .... Manche sind nicht nützlich, andere nur schlecht gemacht.
Ich habe in meiner Praxis einen Provokationstest vorrätig, die Menge an Fructose die in den angebotenen Test allerdings zur Provokation genommen wird ist recht hoch und entspricht kaum einer natürlich aufgenommen Menge an Fructose und führt nur zu einer unnötigen Quälerei des Patienten.
Da der Bluttest und die Stuhlprobe zum Feststellen einer Intoleranz nicht geeignet sind bleibt der H2-Atemtest, der von mir mitgegeben wird und vom Patienten eingesendet wird:
Dazu muss der Patient absolut nüchtern sein und auch sonst einige Regeln beachten:

12 Stunden vor dem Test: Kein Essen & Kein Trinken, Rauchen verboten. Kaugummis sind ebenfalls verboten (Zuckeraustauschstoffe)
1 Tag vor dem Test: keine ballaststoff-reichen Mahlzeiten. Keine Abführmittel.
7 Tage vor dem Test: Keine Antibiotika

Am Tag des Atemtests wird zuerst der Wasserstoffgehalt im nüchternen Zustand bestimmt. Dazu wird in ein Gerät gepustet. Anschließend wird eine Lösung aus ca.
25 Gramm Fruktose in 200 ml Wasser verabreicht. Nun wird in 20 bis 30-minütigen Abständen der Atemtest wiederholt und der Wasserstoffgehalt im Atem bestimmt. Sollte jetzt Fruchtzucker nicht vertragen werden bzw. die Verstoffwechslung z.B. durch einen gehemmten GLUT5-Transporter nicht richtig funktionieren, dann werden Bakterien im Darm Wasserstoff produzieren, der über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt. Von dort wird dieser in die Lunge transportiert und über die Atemluft wieder ausgeschieden. Wird hierbei der Wert von 20ppm überschritten, besteht aus medizinischer Sicht eine Fruktose Unverträglichkeit.

Für den ganzen Test sollte man sich zu Hause (eigene Toilette !) drei bis vier paar Stunden Zeit nehmen. Diese Zeit wird benötigt, da die Verstoffwechslung im Körper einige Zeit in Anspruch nimmt. Der Test an sich ist schmerzfrei, jedoch kann es sein, dass man durch die Fruktose-Testlösung Magenbeschwerden bekommt.

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