Ernährung und Depression

Die Europäische Union führt das Forschungsprojekt "MOOD-FOOD" durch, beteiligt ist die Uni Leipzig - ich empfehle jetzt schon Omega - Fettsäuren! Und so einiges mehr - fragen sie mich !

Durch ein traumatisches Erlebnis, lange bestehende Konflikte, andauernden Stress, ständige Sorgen oder ein anhaltendes Gefühl von Unsicherheit kann der Gehirnstoffwechsel so weit entgleisen, dass Angst, Nervosität, "Stress" oder sogar Panik jederzeit und ohne Grund auftreten können. Der wichtigste entspannende Botenstoff des Gehirns ist GABA, sein Gegenspieler ist Glutamat.
Ein spezielles Präparat mit gehirnaktiven Aminosäuren, Pflanzenextrakten, Vitaminen (u.a. B6 = Pyridoxal5Phosphat, P5P) und Mineralstoffen steigern GABA, Serotonin und Dopamin und reduzieren Glutamat.
Negatives Gedankenkreisen und -springen fördert Angstgefühle oder die "Sicherung brennt durch" , was mit einem zu hohen Glutamat-Spiegels im Blut zusammen hängt. Gute Präparate fördern dagegen Ruhe und Gelassenheit, ein besseres Ein- und Durchschlafen, macht widerstandsfähig gegen Stress und reduziert Aggression und Reizbarkeit. Schlafentzug wirkt sich auf Stimmung, Leistung und Konzentration aus, aber auch allgemein auf die Gesundheit und es entsteht wieder Angst.
Einnahme: Kurz vor dem Schlafengehen, beim Aufwachen und nicht mehr Einschlafen können eine weitere Portion. Regelmäßige Einnahme zum Ausgleich der Neurotransmitter.
Nebenwirkungen: Müdigkeit, dann reduzieren und nur vor dem Schlafengehen. Keine Abhängigkeit, kein Entzug, abruptes Absetzen möglich, an Körpergewicht anpassen, mit Psychopharmaka nur mit Arzt abgesprochen. Je nach Bedarf 1-3 Kapseln x 1-3 mal täglich (1-9) kurz vor einer Mahlzeit. Auch bei Panikattacken: 3 Kapseln, ev. öffnen und in Wasser auflösen. Fragen Sie mich nach dem Präparat.

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Dr. Greger aus den USA schreibt 2015:
Nachdem er einen Vortrag in einer Kirche gehalten hatte über die kraftvolle Wirkung von gesunden Essen auf die Stimmung, schrieb ihm eine Patientin: "mit 10 bekam ich Antidepressiva und hatte viele Jahre diverse Nebenwirkungen, wilde Träume, ... bis heute weiß ich nicht ob meine fehlende Libido und meine Scheidung auch eine waren. Ich war oft müde und befand mich in einem Nebelschleier. Seit 9 Jahre ernähre ich mich vollwertig und pflanzenbasiert und habe ohne Medikamente keinen Rückfall erlitten, habe keine Selbstmordgedanken mehr und muss nicht mehr ins Krankenhaus. Ich schlafe außerdem normal.... Auch mein Verlobter möchte Ihnen danken."
7% leiden an schweren Depressionen mit mindestens einer Episode pro Jahr.
Symptome : Gewichtszunahme, oder - verlust, Erschöpfung, Schuldgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten, Todesgedanken, .... 40.000 Suizide pro Jahr in den USA. Wer glücklicher ist lebt auch länger. Wer zufrieden ist raucht weniger, ist körperlich aktiv und ist ißt gesünder.
Carnegie Mellon Uni: hunderte Freiwillige wurden mit einem Schnupfenvirus infiziert. Die als vorher über Tests als "Glückliche" eingestuften bekamen nur zu 1/5 den Schnupfen, die anderen zu 1/3. In einer Studie mit einem Grippevirus ebenfalls (Cohen et al, psychosomatische Medizin).
Schon das Riechen eines Gewürzes kann ihren Gemütszustand verbessern.
Arachidonsäure in Hühnerfleisch und Eiern (Rind, Schwein, Fisch) drückt die Stimmung durch das Fördern von Entzündungen im Gehirn (Neuroinflammation). Durch ein Ei erhöht sich der Blutwert.
Arachidonsäure ist wie Cholesterin eine vom Körper produzierte lebenswichtige Substanz. Ein Zuviel ist aber schädlich. Fleischesser (Omnivoren) nehmen 9x mehr auf.
Messen kann man das mit Tests: der POMS misst Depression, Wut, Feindseligkeit, Erschöpfung. Der DASS Hoffnungslosigkeit, Desinteresse, fehlende Freude und Lust, Erregung, Reizbarkeit, Ungeduld gegen Andere:
die sich mehr mit Pflanzen Ernährenden schienen positiver als die Fleischesser und fühlten sich "schwungvoller". ? Glück <------> Gesünder ?
Die Pflanzenesser hatten mehr Erkrankungen mit den häufigen Todesarten, aber auch weniger Hämorrhoiden, Krampfadern, Geschwüre, Operationen, Krankenhausaufenthalte, und nur halb so oft Medikamenten-Einnahmen wie Aspirin, Insulin, Beruhigungsmittel, Säureblocker, Abführmittel, Schlaftabletten, Blutdrucktabletten, Schmerzmittel .... und auch Arztbesuche - klar waren Sie dann weniger gereizt. (Beetshold; Knutsen).

Sogar in einer interventionellen Studie, in welcher nur die Eier weggelassen wurden, veränderte sich nach 2 Wochen die Stimmung der Probanden deutlich. (Beezhold, Johnson, Nutr. J.)

Verschiedene große Unternehmen ließen das Essen in der Kantine umstellen und ihre Angestellten wurden bei bestimmten Erkrankungen aufgefordert vollwertig pflanzenbasiert zu essen und gänzlich auf Tierisches, sowie Junk Food und falsche Fette zu verzichten. In dem Fall eines großen Versicherungsunternehmens wurden die Portionsgrößen bei Übergewichtigen und die Kalorienzahlen nicht eingeschränkt, die Kantine bot Linsen und Bohnengerichte an (Eiweiß ist ja notwendig). Eine Kontrollgruppe erhielt keine Anweisungen. (White, Horwarth et al). Die Probanden berichteten trotz der Einschränkungen nach 5 Monaten von einer größeren Zufriedenheit mit ihrer Ernährung. Eine bessere Vitalität, Schlaf, Verdauung, Energie, Gesundheit, Psyche, ... und eine höhere Arbeitsproduktivität konnte bei den Umstellern gemessen werden.
Aufgrund der Ergebnisse wurde die Untersuchung auf 10 weitere Unternehmens-Standorte ausgedehnt, ebenfalls mit Verbesserung des Körpergewichts, Blutzucker, Cholesterin, Rückgang von Depressionen, Angstgefühlen, Erschöpfung, ...
Die Fachzeitschrift Nutrition Neuroscience: "62 % geringes Risiko der Entstehung einer Depression durch höheren Gemüseverzehr".
Die Menge an Serotonin und Dopamin wird durch MAO kontrolliert, welches bei Depressiven verstärkt auftritt.
MAO-Hemmer weisen aber eine gefürchtete Nebenwirkung auf, den "Käse-Effekt": Käse, Geräuchertes und Fermentiertes lösen tödliche Gehirnblutungen aus.
Was nicht patentiert und teuer im Monopol verkauft werden kann: Pflanzen: Äpfel, Beeren, Trauben, Zwiebeln, grüner Tee, Gewürze wie Nelken, Oregano, Zimt, Muskatnuss enthalten Phytonährstoffen, die MAO natürlich unterdrücken ohne den Käse-Effekt. Also Tierisches mal einen Monat komplett weglassen ! Als Eiweiß: Linsen, Kichererbsen, Tofu.

Der Verzehr nur einer kohlenhydratreichen und eiweißarmen Mahlzeit führt bei Frauen mit PMS zur Verbesserung von Depression, Anspannung, Wut, Verwirrung, Traurigkeit, Erschöpfung, Alarmbereitschaft und mehr Gelassenheit.
Der Grund: Serotonin kann erst im Gehirn aus Tryptophan hergestellt werden. Tryptophan-Präparate führte in den 80er Jahren aber zu Todesfällen. Erst viele Kohlehydrate im Blut halten die mit Nahrungs-Tryptophan konkurrierenden Nicht-Tryptophan-Aminosäuren von der Bluthirnschranke ab, Tryptophan kann verstärkt ins Blut und so gelingt es endlich Serotonin im Gehirn höher einzustellen ohne Antidepressiva zu nehmen.
In einer Studie verspürten die mit der Kohlehydratrechen Ernährung nach einem Jahr weniger Feindseligkeit, Depression und Stimmungsschwankungen als die Gruppe mit mehr Eiweiß. Auch andere Untersuchugen stellen so weniger Angst und Gefühlszustände fest.
Sesamsamen, Sonnenblumenkerne (nicht das Öl !), Kürbiskerne und andere Samen erfüllen das "Trypthophan-Eiweißverhältnis".
Eine Placebo kontrollierte Doppelblindstudie mit Butternuss-Kürbiskernen bei sozialen Angstzuständen ergab bereits eine Stunde nach dem Verzehr eine Verbesserung (über objektive Messungen).

Safran:
Bereits vor 3600 Jahren dokumentierte Heil-Anwendungen führten 2005 zu dem Vergleich mit dem Antidepressivum Prozac und stellte den Extrakt dieses Gewürzes als gleich gut wirksam heraus. (Noorbala et al Crocus sativus versus Fluoxetin bei klinischen Depressionen, doppelblind, randomisiert). Eine weitere Studie fand heraus, das bereits das Riechen von Safran trotz höchsten Verdünnungen einen Effekt hatte. (Safran ist leider zu teuer) (Bei Angst im Vergleich mit einer Placebo Gruppe).

Kaffee :
Die Harvard-uni überrpüfte Studien mit 200.000 Teilnehmern mit Kaffee-Trinkern: halbiertes Suizid-Risiko. Ein Versicherungskonzern kam bei 100.000 Teilnehmern auf das gleiche Ergebnis und der Erkenntnis, dass 8 Tassen und mehr das Risiko erhöhten.
(Wir finden Kaffee-Trinker oft "über dem Strich", manisch-überstimuliert in den Burn-out steuernd, .... übersäuert, nervös, unkonzentriert, .... Die Manie ist das Gegenteil einer Depression, manche schwanken zwischen beiden Polen. Hitler war manisch sagen Historiker.
Wenn ich eine halbe Tasse Kaffee trinke kann ich die Nacht ohne jede Müdigkeit weiter Dienst machen. )

Aspartam / Süßstoffe :
Die NIH-AARP-Studie begleitete Hundertausende ein Jahrzehnt lang: gesüßte Getränke erhöhen das Depressions-Risiko. Auch Zucker im Kaffee macht den positiven Effekt weg. Das Verwenden von künstlichen Süßstoffen wie Aspartam und Saccharin wurde mit einem erhöhtem Depressions-Risiko in Zusammenhang gebracht. (Guo, Park, Freedman).
Eine frühere Untersuchung der Western Reserve University musste wegen so starker depressiver Wrikungen gestoppt werden, ... Walten, Hudak in Biol. Psychiatrie: "... sollte bei Personen mit Gemütsstörungen von abgeraten werden".
In einer verhaltensneurologischen Studie wurde mit der Hälfte der täglich erlaubten Aspartam-Menge nach nur 8 Tagen stärkere Symptome von Depression und Reizbarkeit festgestellt und schlechtere Leistungen bei Gehirnfunktions-Tests. Bei vorher psychisch GESUNDEN.
Künstliche Süßstoffe befinden sich laut Whitehouse, Boullata und McCauley in 6000 Produkten (the potentail toxicity of artificial sweeteners): Müsli, Marmeladen, Kaugummi, Puddings, Atemerfrischungspillen, "Energieriegel", Joghurts, .... "Es ist unmöglich den täglichen Kontakt damit vollständig zu vermeiden" schreiben die Wissenschaftler.

Antioxidantien:
Studie mit fast 300.000 Kanadiern mehr Obst- und Gemüse-Verzehr geht mit geringerem Risiko für Depressionen, Angst-Störungen etc. einher. Eine US-Studie maß den Wer von Carotinoiden in der Blutbahn und eine Dosis-Wirkungs-Beziehung konnte festgestellt werden.
Lycopin aus Tomaten: Bei 1000 älteren Menschen fand eine Studie heraus, dass das Depressionsrisiko halbiert wurde, wenn täglich Tomaten statt nur einmal die Woche verzehrt wurde.
Folat, ein B-Vitamin:
Der Name kommt von Folium, Blatt. Frühere Untersuchungen brachten Depressionen mit einem niedrigen Folat-Wert im Blut in Zusammenhang. Neue Langzeitstudien zeigen ein bis zu verdreifachtes Risiko für schwere Depressionen (Sharpley et al, 2014). Künstliche Präparate helfen scheinbar nicht.
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"Zinkmangel und Schweregrad einer depressiven Symptomatik stehen signifikant in Zusammenhang". Für Zink-Supplemente konnte ein antidepressiver Effekt nachgewiesen werden. Weitere Folgen: schlechte Wundheilung, Fertilitätsstörung, Wachstumsdepression, Haarwuchsprobleme, wiederkehrende Infekte, ...

Lesen Sie bitte auch unter Eisen weiter.
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Depressive Verstimmungen und Reizbarkeit können in Zusammenhang mit einem Vitamin B9-Mangel stehen.

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Omega Fettsäuren (Fisch oder Leinöl; siehe unter Vitalstoffe) sind vielfach als wirksam in der Behandlung bis zu mittelschweren Depressionen und andere schweren seelischen Störungen nachgewiesen. Alleine schon in Kliniken für Herz-Infarkt-Patienten, die durch "post-Infarktdepressionen" ein hohes Risiko für Re-Infarkte haben und bislang klassisch antidepressiv behandelt wurden. Jetzt aber auch in einen dieser Kliniken über Omega Fettsäuren sehr gut antidepressiv eingestellt wurden.
Eine finnische Studie mit rund 3200 Teilnehmern hat ergeben, dass Fisch vor Depressionen schützen kann. Wer viel und regelmäßig Fisch isst, leidet seltener an Depressionen. Studienteilnehmer, die Meeres- oder Süßwasserfische seltener als einmal die Woche zu sich nahmen, hatten ein um 31 % höheres Erkrankungsrisiko im Vergleich zu denen, die häufiger Fisch verzehrten. Omega-3-Fettsäuren sind höchstwahrscheinlich für die Unterschiede verantwortlich, indem sie ähnlich wie einige Antidepressiva in den Gehirnstoffwechsel eingreifen.
Ein niedriger Blut-Spiegel von Omega-3-Fettsäuren führt zu einem Serotonin-Mangel, was depressive Störungen hervorrufen kann.
Untersuchungen an der Harvard-Universität deuten auf eine stimmungsaufhellende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren hin. Manisch depressive Patienten erhielten vier Monate entweder Fischöl- oder Olivenölkapseln.
Nur das Fischöl konnte Symptome der Erkrankung mildern.
Diese "essentiellen" (lebenswichtigen) Omega - Fettsäuren bewirken genau wie das Ausgleichen eines eventuellen Folsäuremangels weniger Depressionen (Studien: geringeres Risiko, bessere Prognose und Verbesserung der Effektivität von Antidepressiva - wobei fraglich ist, was hier der wirkliche Wirkstoff ist).
Seit Anfang der 80er Jahre weis ich um die Wichtigkeit der Omega-Fettsäuren und habe sie seither auch vielfach empfohlen (Leinöl, Walnussöl, Fischöl, ...) Das Verhältnis von Omega 6 zu 3 ist ebenfalls wichtig.

Ebenso bei Rheuma werden diese "essentiellen" also lebenswichtigen Fettsäuren angewendet, wo sie in Messungen derart erfolgreich die Entzündungswerte reduzieren, die Schwellungen der Gelenke, den Schmerz und Stoffwechselwerte wie Cholesterin und Triglizeride dass der Rheumascore halbiert (!) wird - alleine durch diese Ernährungsumstellung, so Dr. Neumann, Rheumatologe, Uni Jena.

Die schädlichen Transfette sind ebenfalls in Zusammenhang mit Depressionen gebracht worden.
Kurz gesagt sind das "gehärtete" und "gesättigte" Fette.

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