Krankheiten, die mit Fasten behandelt wurden

Prof. Andreas Michalsen, Immanuel Krankenhaus Berlin: Fasten eignet sich bei beginnendem Diabetes II, M. Parkinson, Multiple Sklerose, sogar Demenz, bekanntermaßen bei Herz-, Kreislauferkrankungen (und zur Vorbeugung gegen Schlaganfall, Herzinfarkt, hohen Blutdruck, ... Stoffwechselstörungen).
Anmerkung: bei diesen Patienten sollte das nur unter ärztlicher Begleitung durch einen im Fasten bewanderten Arzt stattfinden.

In Fachkliniken wird Heilfasten bei Rheuma, chronischen Schmerzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber, Blutfetten, Nahrungsunverträglichkeiten, Reizdarm, Allergien, und neurologischen Krankheiten wie MS eingesetzt.
Im Immanuel Krankenhaus Berlin bei Krebs unter Chemo.
Entzündungswerte, Ekzeme und das Befinden bessern sich.

Fastenindikationen
(Krankheiten wo Fasten angezeigt ist) laut den jahrzehntelangen Forschungen der Akademie der Wissenschaften der UdSSR:
Bronchialerkrankungen, Asthma (alleine bei Asthma wurden zehntausende Fälle dokumentiert),
Magen-Darmerkrankungen bzw. Erkrankungen des Verdauungsapparates
Endokrine Erkrankungen; Diabetes mellitus Typ II,
Hauterkrankungen,
Knochen, Gelenke und RA (rheumatoide Arthritis),
Hypertonie, etc.
Kontraindikationen (relativer Art) werden dort auch genannt: Krebs (hier sprechen neuere kalifornische Erkenntnisse eine ganz andere Sprache); Tuberkulose, Diabetes mellitus Typ I, chronische Hepatitis; Thrombophlebitis, Anorexie, Hyperthyreose.

Hoher Blutdruck: Oft fällt de Blutdruck um 25 bis 30 mmHg, also mehr als bei einem Medikament.
In einer Studie der Fastenklinik unter der Leitung von Alan Goldhamer in Kalifornien (Zigtausende Patienten) wurde 11 Tage gefastet mit einem anschließenden Kostaufbau von 6 Tagen fiel der Blutdruck im Stadium III sogar um 60 mmHg (von 190 auf 130).
Rheuma: der Immunologe KjelsenKragh beschrieb nach 10 Tagen Fasten, dass fast alle Beschwerden sich deutlich besserten (Schwellung, Entzündung) - inzwischen in einer Meta-Analyse belegt.
Gelenkarthosen: der entzündliche Anteil bessert sich, auch Gewicht und Ernährung in der Folge.
Fettleber, Reizdarm
Diabetes: Fast ohne Ausnahme sinkt der Bedarf an Insulin, auch nach dem Fasten. Gut, denn Insulin verstärkt das Übergewicht und mästet geradezu, fördert Entzündungen und verhindert Fettabbau. (Das führt zu einem Teufelskreis mit Insulinresistenz, die am Anfang wie bei einer Antibiotika-Resistenz mit einer höheren Dosis noch durchbrochen werden kann, dann aber in die Resistenz führt. )
Prof. Michalsen: Schon nach einer Woche eines ambulanten Heilfastens hielt der Effekt mehrere Monate lang an.
Im Tierexperiment führte Fasten sogar zu einer Heilung von Diabetes Typ I, da sich neue Zellen in der Bauchspeicheldrüse bildeten (V. Longo, Direktor an der Uni S. California).
Nach dem 2. Weltkrieg gab es fast keine Diabetiker, jetzt sind es schon 12 % der Deutschen, schnell zunehmend.
Während des Fastens muss die Medikamenten-Dosierung ärztlich angepasst werden. (Metformin darf nicht eingenommen werden).

Die Kunst besteht darin, eine für den Alltag praktizierbare Ernährungsform zu finden, die die positiven Effekte stabilisieren kann.

Gute Erfolge bei Schuppenflechte und Psoriasisarthritis.
Nicht ganz so eindeutig bei Neurodermitis, Rosacea und anderen Hauterkrankungen. Testen, ob regelmäßiges Fasten, die Symptome bessert!
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M . Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarm) bessern sich: das Mikrobiom erhält eine höhere Vielfalt; die Schleimhaut wird neu aufgebaut
Neurologische Erkrankungen: Nahrungskarenz/Fasten/Intervallfasten führt zur Ausschüttung eines Nervenschutzfaktors, BDNF, (Zellen im Hippocampus werden neu gebildet), so sind die dokumentierten Wirkungen bei MS, Demenz, Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie erklärbar. Ketone aus Fettsäuren sind für Zellen mit Schwierigkeiten Zucker zu verstoffwechseln Heilnahrung (Noch im Versuchs-Stadium: ketogene Diät bei therapieresistenter kindlicher Epilepsie - Neubildung von Mitochondrien durch Zuckerfasten. Bitte mit fettreichen pflanzlichen Nahrungsmittel).
ALS verschlechtert sich durch Fasten.
Schmerzsyndrome, wie Fibromyalgie bessern sich (Studie Prof. Michalsen, Lehrstuhl Uni Berlin).
Migräne und Kopfschmerzen: Schmerzmedikamente lösen selbst wieder irgendwann Kopfschmerzen aus. Beim Fasten wird Serotonin vermehrt zur Verfügung gestellt, auch weit nach dem Fasten (stimmungsaufhellend);
Entzug und "Entgiftung" des Suchtmittels Schmerzmedikament --> Entzugskopfschmerz am Anfang des Fastens, kann naturheilkundlich behandelt werden.
Depression (leichte und mittelschwere Formen) antidepressiver und stimmungsaufhellender Effekt nachgewiesen.
Krebs: hier weisen viele Tierexperimente auf die Wirkung von Kurzzeitfasten hin: Ketone können von Krebszellen nur bedingt verarbeitet werden; Wachstumssignale (Insulin, mTor, IGF1) fallen weg.
Gut belegt sind Ergebnisse am Menschen mit Fasten über 60 bis 84 Stunden begleitend zur Chemotherapie. Müdigkeit und Lebensqualität waren besser als in der Vergleichsgruppe. Die gesunde Zelle wird durchs Fasten vor den Chemogiften geschützt, die kranke dafür geöffnet, "differentielle Stressresistenz" (V. Longo). In einer Studie mit Brust-oder Eierstockkrebs fasten die Patientinnen 36 Stunden vor und 60 Stunden nach der Chemo. Gewicht kontrollieren !
Infekte: gegen häufige grippale Infekte hilft oftmals Fasten. Eine Erkältung bietet sich sogar als Fasteneinstieg an, so Prof. Michalsen. Wir haben dann ja auch von Natur keinen Appetit, folgen Sie ihrem Instinkt und schließen sie nach der Erkältung weitere 3 Tage Fasten an. Auch Fieber ist ein guter Fasteneinstieg.
Abnehmen: Fasten ist Motivation für eine gesündere Lebensführung und Veränderungen im Leben. . Pro Fastentag verbrennen wir 400 Gramm Fett. Dadurch dass nicht mehr so viel Salz aufgenommen wird verlieren wir Wasser.
Schlaf: sie brauchen weniger Schlaf oder wachen öfter auf, ohne das das unangenehm sein muss.
Libido: viele Patienten berichten von einer lebendigeren Libido nach dem Fasten. Die Fruchtbarkeit scheint erhöht.

Rheumatiker und Patienten mit RA (rheumatoide Arthritis) reduzieren durch Fasten ihren "Bedarf" an Prednisolen (Cortison) und NSAR s (Schmerzmittel), so unter anderem auch Erfahrungen der Buchinger - Klink.
In dieser Fasten-Klinik werden jährlich 500 Patienten behandelt.
Viele weitere müssen abgewiesen werden:
# die Schmerzempfindlichkeit wird reduziert,
# vermehrt Glückshormon ist messbar (Serotonin),
# die Insulinempfindlichkeit steigt, weshalb auch Diabetiker behandelt werden,
# Hypertonie wird reguliert.