Intervall-Fasten/ Entlastungstage

Intervall-Fasten:
Pause der Nahrungsaufnahme (komplett, auch keine gesüßten Getränke) für 12,14,16 Stunden am Tag oder 1 oder 2 Tage in der Woche.
1200 Gene, die das Immunsystem steuern oder den Stoffwechsel werden erst aktiv, wenn wir fasten.
Die Christen fasteten nicht nur die 40 Tage vor Ostern (und vor Weihnachten), sondern wie es im Lukasevangelium steht : " ich faste an 2 Tagen die Woche".
Die Mormonen legen gelegentlich einen Fastentag ein: In einer Studie mit 4500 Teilnehmern konnte gezeigt werden, dass es in bei den Mormonen eine deutlich geringere Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. In einer Folgestudie wurde das monatliche Fasten angeschaut (einmal im Monat ein Tag) und ebenfalls eine weniger Diabetes festgestellt.
Intervallfastende verlieren an Gewicht (besonders wenn sie vorher zu viel hatten), Blutzucker und -fett bessern sich, ebenso der Schlaf, die Energie.
-----------------------
Von der kalorischen Restriktion zum "time restricted eating"= Intervallfasten:
Die unterschiedlichsten Lebewesen lebten gesünder und länger, wenn sie weder regelmäßig, noch reichlich gefüttert wurden. Bei einer um 1/4 reduzierten Futtermenge lebten sie bis ins hohe Alter ohne Erkrankungen.

Der Gerontologe Walford und seine CRON´íes (Calorie Restriction with Optimum Nutrition) sind dünn, kälteempfindlich, tragen mehrere Pullover übereinander, leiden unter Infekten und sind weniger an Sex interessiert. Die Blutwerte sind super, aber eine Lungenentzündung kann das Experiment schnell beenden.
--->
Identische Effekte erreicht man mit dem wesentlich angenehmeren Intervall-Fasten, also einer längeren Essenspause täglich.
Das Timing der Clock-Gene scheint eine große Rolle zu spielen.
Einzelne Patienten berichten jedoch, dass das Weglassen einer Mahlzeit zu einem Schwächegefühl führt. Nach dem Überwinden der ersten Durststrecke fällt ihnen das Fasten oder Teilfasten aber erstaunlich leicht.

ADF, Alternate Day Fasting:
Eine weitere Methode des Intervallfastens nimmt am Teil-Fastentage nur 1/4 der Nahrungsmenge zu sich, am anderen Tag so viel wie man will. Die Gewichtsabnahme ist stärker als beim Intervall-Fasten, dem time restricted feeding (uni Graz).

Die 2 Tage Diät:
2011 entwickelten M. Harvie und der Onkologen Howell an der Uni Manchester für Brustkrebspatientinnen das Konzept: an zwei Tagen der Woche nur max. je 600 kcal zu verzehren.
(Darauf aufbauend kam das) 5:2 Fasten an zwei nicht aufeinander folgenden Tagen der Woche max. 2x300 kcal je Tag, mit Gemüse und Vollkorn an den Tagen mit nur 600 kcal (Bestseller the fast diet) - das halten die meisten Menschen besser durch die ständige Einschränkung.

TRE, Time restricted eating mit einer Essen-Pause von 12 bis 16 , max. 20 Stunden finden viele attraktiv.
Bei Frauen reichen die Glykogen-Vorräte 12-14, bei Männern 14-16 Stunden.
Also entweder Frühstück ausfallen lassen oder Dinner-Cancelling - je nach innerer Uhr und Sozialleben.
Ich esse manchmal "versehentlich" nur um 12°° und 17°°, also mit 19 Stunden Pause. Dann muss aber auch die Schokolade um 21°° weggelassen werden, auch Zucker oder Milch in Getränken.
Die letzte Mahlzeit sollte 3 Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden.
Nach dem Aufstehen sollte man eine Stunde mit dem Frühstück warten, da der Melatonin-Spiegel dann erst richtig abgesunken ist, Kohlehydrate am besten morgens zwischen 10-12.00. Die kalorienreichste Mahlzeit am besten nicht nach 12.30.
Also spätes Frühstück/Mittagessen wie ein Kaiser und die zweite und letzte Mahlzeit früh mit großem Abstand vor dem Schlafengehen.
In fest allen traditionellen medizinischen Heilverfahren, etwa im Ayurveda oder buddhistischen Kulturen wird empfohlen reichlich zu Mittag zu essen.
Menschen, die abends das meiste essen haben das doppelte Risiko für Übergewicht.
Die inneren Uhr wird durch Timing der Mahlzeiten stark beeinflusst. Etablieren Sie einen festen Rhythmus, bevor Sie mit dem Intervall-Fasten beginnen. Ein Kaffee mit 2 Löffeln Zucker ist leider ab da kein Fasten mehr, abends ein Glas Alkohol durchkreuzt ebenso das Intervall. Kinder und Jugendliche sollten reichhaltig frühstücken.
Sportler: Morgens 30 Minuten Ausdauerbelastung beschleunigt den Übertritt in den Fastenstoffwechsel und den Übergang zur Ketonbildung. Sport hat Appetit hemmende Wirkung und verbessert den Schlaf.