Intervall-Fasten und Insulin-Resistenz

Als Folge von langjähriger Fehl- und Überernährung haben wir es bei Diabetes Typ 2 oft mit einer Insulinresistenz zu tun.
Also essen wir dauerhaft zu viel süß und zu viel tierisches Protein wird vermehrt Insulin ausgeschüttet.
Da die Zellen aber schon satt sind, blockieren sie die Zellwand: Insulinresistenz.
Das Insulin bleibt im Blut und verhindert den Fettabbau.
Fasten kann die Abnehmbremse Insulin herunterregeln.
Diäten verschlimmern jedoch.
(Beim Diabetes Typ I fehlt Insulin dagegen, weshalb Fettpolster sich nicht bilden können)

Der Diabetologe Stephan Martin spricht vom Insulingeschäft:
Da Insulin außerhalb des Budgets abgerechnet wird, erhalten Ärzte und Krankenkassen für jeden auf Insulin eingestellten Patienten eine extra Vergütung bis zu 2000 Euro.
Fasten als Therapie-Versuch unter ärztlicher Begleitung wird so meist nicht angesprochen.
Die dauernden (notwenigen ) Insulingaben verschlimmern die Situation auf die Dauer. Ähnlich Marcumar und die anderen "Vitamin K Antagonisten" Vitamin K vollständig wegnimmt und damit auf Dauer einen Calcium Einbau (Verkalkung) in den Gefäßen programmiert.
Da Medikamente ein
Milliardengeschäft geworden sind, stehen die Alternativen nicht so im Vordergrund.
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Dabei eignet sich besonders Intervall-Fasten:
ohne die empfohlen Zwischen-Mahlzeiten und mit nur zwei Mahlzeiten 10°° und 16°° wurden in einer Studie der Diabetologin Kahleova deutlich bessere Werte erreicht.
Der Fastenforscher Mattson denkt, dass Ärzte bei Diabetikern Zwischenmahlzeiten empfehlen, läge wohl an einer gewissen Bequemlichkeit der Ärzte die Medikamente anders einzustellen.
Im Intervall kann so viel gegessen werden wie man mag.
(Wie beim Gewichtsabnehmen) empfiehlt sich der Verzicht auf das Abendessen oder ein frühes Abendessen, denn bei Diabetikern führen die Kohlehydrate am Abend zu einer stärkeren Insulin-Ausschüttung als morgens - vermutlich wegen der Interaktion mit dem Schlafhormon Melatonin.
Ein reichhaltiges Frühstück mit Haferflocken, Vollkornbrot, Beeren und Obst, sowie ein Mittagessen (jedenfalls vor 17°°). Verzichten Sie auf Zwischen-Mahlzeiten.

Heil-Fasten:
Ein längeres Heilfasten wirkt sich für Diabetes Typ 2 günstig aus, insbesondere bei einer zusätzlichen Fettleber.
Schon nach ein- oder zweiwöchigen Heilfasten bessert sich die Insulin-Resistenz.
Fasten nur mit Gemüsesaft - kein Obstsaft, denn Fructose fördert eine Fettleber.
NUR unter ärztlicher Begleitung, da zum Beispiel Metformin sofort abgesetzt werden muss, sonst werden Zellen und Gehirn nicht mit Ketonen versorgt.
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Bei Diabetes Typ 1 kann die Ernährungsmedizin dazu beitragen, die Insulineinstellung/bedarf zu verbessern. Jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht, am besten in einer spezialisierten Klinik, da häufiger Fasten-Nebenwirkungen auftreten.
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Bedarf an Insulin pro Einwohner:

Japan 97 IE,
Frankreich 205,
Deutschland 415 IE.

Der Unterschied wird über eine unterschiedliche Kultur und Ernährung erklärt.
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Wochen unter einer 600 Kalorien Diät brachte Diabetikern ein normales Insulin ein. Am besten mit Gemüse und Linsen.
Dabei muss unbedingt eine Unterzuckerung verhindert werden: für den Notfall immer etwas zu essen dabei haben und wissen wie sich eine Unterzuckerung anfühlt, also langsam und nur unter ärztlicher Begleitung.