Ernährung und Depression

Serotonin und Dopamin sorgen für eine positive Stimmung, werden aber durch das Enzym MAO natürlicherweise abgebaut (und MAO-Hemmer verordnet).

Ganz ohne MAO-Hemmer kann man natürliche MAO-Hemmer in seine Ernährung einbauen:
# Obst (Beeren, Trauben, Äpfel)
# Gemüse (Zwiebeln)
# grüner Tee
# Gewürze
Weitere antidepressive Effekte:
# Tomaten/Tomatenprodukte: halbierten in einer Studie bei regelmäßigem Verzehr das Depressionsrisiko - vermutlich wegen des Lycopins.
Lycopin aus Tomaten: Bei 1000 älteren Menschen fand eine Studie heraus, dass das Depressionsrisiko halbiert wurde, wenn täglich Tomaten statt nur einmal die Woche verzehrt wurde.
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Australische Forscher stellten bei mittel bis schweren Depressiven eine Gruppe nur mit mediterraner Ernährung (im Vergleich mit einer Gruppen-Therapie) nach 3 Monaten eine deutliche Besserung fest, bei 32% sogar eine Remission/Heilung (in der Kontrollgruppe nur bei 8%).
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Die Menge an Serotonin und Dopamin wird also durch MAO kontrolliert, welches bei Depressiven verstärkt auftritt.
Medikamentöse MAO-Hemmer weisen aber eine gefürchtete Nebenwirkung auf, den "Käse-Effekt":
Käse, Geräuchertes und Fermentiertes lösen tödliche Gehirnblutungen aus.
Was nicht patentiert und teuer im Monopol verkauft werden kann: Pflanzen verursachen nicht diese Nebenwirkung:
Äpfel, Beeren, Trauben, Zwiebeln, grüner Tee, Gewürze wie Nelken, Oregano, Zimt, Muskatnuss enthalten Phytonährstoffen, die MAO natürlich unterdrücken ohne den Käse-Effekt.
Also Tierisches mal einen Monat komplett weglassen !
Als Eiweiß statt dessen: Linsen, Kichererbsen, Tofu.

Bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist eine vegetarische oder mediterrane Ernährung auf jeden Fall zu empfehlen.
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Arachidonsäure in Hühnerfleisch und Eiern (Rind, Schwein, Fisch) drückt die Stimmung durch das Fördern von Entzündungen im Gehirn (Neuroinflammation).
Durch ein Ei erhöht sich der Blutwert.
Arachidonsäure ist wie Cholesterin eine vom Körper produzierte lebenswichtige Substanz.
Ein Zuviel ist aber schädlich.
Fleischesser (Omnivoren) nehmen 9x mehr auf.

Die ausgelösten Depressionen messen kann man mit Tests messen:
der POMS misst Depression, Wut, Feindseligkeit, Erschöpfung.
Der DASS misst Hoffnungslosigkeit, Desinteresse, fehlende Freude und Lust, Erregung, Reizbarkeit, Ungeduld gegen Andere.
Ergebnis:
die sich mehr mit Pflanzen Ernährenden schienen positiver als die Fleischesser und fühlten sich "schwungvoller". ? Glück <------> Gesünder ?
Die Pflanzenesser hatten mehr Erkrankungen mit den häufigen Todesarten, aber auch weniger Hämorrhoiden, Krampfadern, Geschwüre, Operationen, Krankenhausaufenthalte, und nur halb so oft Medikamenten-Einnahmen wie Aspirin, Insulin, Beruhigungsmittel, Säureblocker, Abführmittel, Schlaftabletten, Blutdrucktabletten, Schmerzmittel .... und auch Arztbesuche - klar waren Sie dann weniger gereizt. (Beetshold; Knutsen).
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Sogar in einer interventionellen Studie, in welcher nur die Eier weggelassen wurden, veränderte sich nach 2 Wochen die Stimmung der Probanden deutlich. (Beezhold, Johnson, Nutr. J.)
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Verschiedene große Unternehmen ließen das Essen in der Kantine umstellen und ihre Angestellten wurden bei bestimmten Erkrankungen aufgefordert vollwertig pflanzenbasiert zu essen und gänzlich auf Tierisches, sowie Junk Food und falsche Fette zu verzichten.
In dem Fall eines großen Versicherungsunternehmens wurden die Portionsgrößen bei Übergewichtigen und die Kalorienzahlen nicht eingeschränkt, die Kantine bot Linsen und Bohnengerichte an (Eiweiß ist ja notwendig).
Eine Kontrollgruppe erhielt keine Anweisungen. (White, Horwarth et al).
Die Probanden berichteten trotz der Einschränkungen nach 5 Monaten von einer größeren Zufriedenheit mit ihrer Ernährung.
Eine bessere Vitalität, Schlaf, Verdauung, Energie, Gesundheit, Psyche, ... und eine höhere Arbeitsproduktivität konnte bei den Umstellern gemessen werden. ------------
Aufgrund der Ergebnisse wurde die Untersuchung auf 10 weitere Unternehmens-Standorte ausgedehnt, ebenfalls mit Verbesserung des Körpergewichts, Blutzucker, Cholesterin, Rückgang von Depressionen, Angstgefühlen, Erschöpfung, ...
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Die Fachzeitschrift Nutrition Neuroscience: "62 % geringes Risiko der Entstehung einer Depression durch höheren Gemüseverzehr".
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Schon das Riechen eines Gewürzes kann ihren Gemütszustand verbessern.
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Safran:
Bereits vor 3600 Jahren dokumentierte Heil-Anwendungen führten 2005 zu dem Vergleich mit dem Antidepressivum Prozac und stellte den Extrakt dieses Gewürzes als gleich gut wirksam heraus. (Noorbala et al Crocus sativus versus Fluoxetin bei klinischen Depressionen, doppelblind, randomisiert). Eine weitere Studie fand heraus, das bereits das Riechen von Safran trotz höchsten Verdünnungen einen Effekt hatte. (Safran ist leider zu teuer) (Bei Angst im Vergleich mit einer Placebo Gruppe).
(Safran bedient bestimmte Rezeptoren im Gehirn)
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Chili und Ingwer: kurbeln die hirneigenen Serotonin-Produktion an und die körpereigenen Produktion von Endorphinen, die ebenfalls die Stimmung heben.
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Kaffee:
Die Universität Harvard überprüfte Studien mit 200.000 Teilnehmern mit Kaffee-Trinkern: halbiertes Suizid-Risiko.

Ein Versicherungskonzern kam bei 100.000 Teilnehmern auf das gleiche Ergebnis und der Erkenntnis, dass 8 Tassen und mehr das Risiko erhöhten.
(Wir finden Kaffee-Trinker oft "über dem Strich", manisch-überstimuliert in den Burn-out steuernd, .... übersäuert, nervös, unkonzentriert, .... Die Manie ist das Gegenteil einer Depression, manche schwanken zwischen beiden Polen. Hitler war manisch sagen Historiker.
Wenn ich eine halbe Tasse Kaffee trinke kann ich die Nacht ohne jede Müdigkeit weiter Dienst machen. )
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Antioxidantien:
Studie mit fast 300.000 Kanadiern:
mehr Obst- und Gemüse-Verzehr geht mit geringerem Risiko für Depressionen, Angst-Störungen etc. einher.
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Eine US-Studie maß den Wert von Carotinoiden in der Blutbahn und eine Dosis-Wirkungs-Beziehung konnte festgestellt werden.
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"Zinkmangel und Schweregrad einer depressiven Symptomatik stehen signifikant in Zusammenhang". Für Zink-Supplemente konnte ein antidepressiver Effekt nachgewiesen werden. Weitere Folgen: schlechte Wundheilung, Fertilitätsstörung, Wachstumsdepression, Haarwuchsprobleme, wiederkehrende Infekte, ...
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Lesen Sie bitte auch unter Eisen weiter.
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Angst, Depression, Burn-out, unser Essen, .... von einem Psychosomatiker nach meinem Geschmack, dem Arzt und Psychotherapeut Ruediger Dahlke im Peace Food Interview.
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Fasten: hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, nicht selten sogar euphorisierende (Serotonin-Freisetzung).
Depression als Begleitsymptom eines metabolischen Syndroms oder eines Schmerz-Syndroms: auch hier wird durch Fasten eine Beschwerde - Linderung möglich.

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