Darmbakterien und Autoimmunprozesse

Darmbakterien und Autoimmunprozesse:
Wenn die Darmdurchlässigkeit erhöht wurde oder Lactobacillus oder Bifidobakterien stark dezimiert (wie nach Antibiotika) wurden spielen vorher "brave" Bakterien (opportunistische oder fakultativ pathogene) eine Rolle, indem Sie nun krankheitserregend werden können (Proteus mirablis und vulgaris, Pseudomonas aer.+ put., Morganelli, Citrobacter, Klebsiella, ...; Dysbiose). Ein Spezialist des chronischen Müdigkeitssyndroms, CFS, Dr. Michael Maes hat entdeckt das bei diesem eine erhöhte Darmdurchlässigkeit (und auch Depressionen) auftritt, sowie die gram-neg. Bakterien in den Blutstrom gelangen. Die Symptome der Depression oder CFS treten genau dann auf, wenn vermehrte IGA und M auf deren Endotoxine im Blutserum sind und können über molekulares Mimikry einen Autoimmunprozess auslösen.
Proteus-Bakterien:
Werden nützliche Bakterien dezimiert und gleichzeitig die Magensäure reduziert (Antazida/Säureblocker) wird wuchern diese falschen Bakterien, zerstören die Darmwandepithelien und es entstehen Entzündungen.
Proteus fermentiert Fructose und unverdautes Fleisch, bei dieser Vergärung wird Sulfat Gas (Schwefel) frei und schädigt die Darmwand weiter. Proteus verflüssig Casien, dass durch die Darmwand sickert und vermutlich rheumatoide Arthritis auslösen kann.
Candida albicans:
der Hefepilz gehört in geringen Mengen zu einer normalen Flora. Bei Dezimierung nützlicher Bakterien, zu viel Zucker (Vitamin B-Räuber), Nährstoffmangel oder Immunstörung kann er zum Erreger werden. Antibiotika, die "Pille", eine Schwangerschaft, Steroide, Vaginalpilze, zu viel (Einfach-) Zucker, Mehlspeisen, Stärke, Alkohol, etc. erhöhen das Risiko für die Überwucherung mit "Candida", das auf deutsch ja der "Süße" bedeutet, also Süßes mag und braucht. Die meisten Hashimotos haben eine Überwucherung damit.
Diese Infektion alleine kann schon viele Hypothyreose- Symptome nachahmen: benebelt fühlen, kalte Hände und Füße, antriebslos.
Besserung kommt durch Medikamente, andere Ernährung, Probiotika, antimykotische Kräuter. Meiden von Getreide, Obst, Milchprodukten, Alkohol, .. also dem Pilz mit einer ketogenen Ernährungsweise den Nährboden entziehen. Candida in Hyphen-Form kann in die Schleimhaut eindringen und die Darmdurchlässigkeit verursachen. Verhindern können das Supplemente mit Biotin, Thymol, Carvacrol (Oregano), Eugenol (Nelken), ... 5000ygr Biotin täglich unterstützt auch die Nebennieren und wirkt gegen Haarausfall. Zusammen mit einer Ernährungsumstellung reicht das schon und so sind oft Nystatin, Fluconazol oder Kräuter nicht notwendig.

Bakterielles Ungleichgewicht: Bei einer natürliche Geburt schluckt das Kind die Vaginalkeime der Mutter, die sie schützen und besiedeln, sonst ist es den vielen krankmachenden Keimen (Krankenhaus, Personal, .. ) ausgesetzt, auch auf der Haut. (sie hier unter Frau) .
Medikamente (Antibiotika, Säureblocker), Nahrung, Stress dezimieren die guten Bakterien. Wut und Furcht vermehren E. coli, Yersinai enterocolica und Pseudomanas aer. E. Coli setzt auch Wachstumshormone für andere fakultativ pathogene Bakterien frei.
Ernährung: Nur 15 Gramm Oligofructose oder Inulin führte dazu, dass Bifidobakterien die vorherrschende Bakterienart im Darm der Probanden wurde. (Vorher Bacteroides, Chlostridien, Fusobakterien). So ernähren sich M. Crohn und Colitis ulcerosa Patienten oft Kohlehydrat-reich (Trias, 2010; Elaine Gottschall).

Gährungsprodukte schädigen sie Mikrovilli, welche Enzyme für die Verdauung enthalten. Das erste betroffene Enzym ist die Lactase, so wird Milch (Zucker) nicht mehr in der gleichem Menge abgebaut.
Die nun fehlenden Bürstensaumenzyme (Mikrovilli) können die an sich besseren Mehrfachzucker nun nicht mehr abbauen. Diese unverdauten Kohlehydrate (Vollkorn) werden bei diesen Patienten jetzt von pathogenen Bakterien vergoren, was zu Blähungen und weitere Schädigung führt.
Trotz Zufuhr werden wichtige Nährstoffe nicht mehr aufgenommen. Ein Vitamin B12 Mangel treibt diesen Teufelskreis weiter an: die Villi wachsen nicht mehr richtig. So kommt es zuletzt zu einer Verarmung von Selen, Zink und Omega3 -Fettsäuren und danach vielleicht zu einer kranken Schilddrüse.
Diagnose: Anamnese, Stuhl -Kultur (Yersinia enterocol., ... Parasiten, Flora, Quantifizierung guter und schlechter Bakterien, Verdauungsenzyme, .. ). Nicht schon vorher mit Probiotika das Bild verschleiern!
---> daraus resultiert ein sechs-seitiger Therapieplan des Speziallabors, welcher auf die notwendige Ernährung und Präparate eingeht. An der Stuhlkultur verdiene ich nichts.
Ein bakterielle Überwucherung des Dünndarms steht mit dem Reizdarm, M Crohn und vielen anderen in Verbindung. Auch Nahrungsmittelvergiftungen führen zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms. Wasserstoff-Atemtest!

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